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Wirtschaft Neue "Atair" ist klar zum Aufschwimmen
Nachrichten Wirtschaft Neue "Atair" ist klar zum Aufschwimmen
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11:37 27.02.2019
Von Frank Behling
Die "Atair" ist als erstes deutsches Behördenschiff mit LNG-Forschungsschiff in Kiel gebaut worden. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Mit dem Fluten des Docks endet für die "Atair" die Bauzeit im Dock. Ganz langsam wird der Neubau am Mittwoch aufschwimmen. In dem nächsten Schritt wird das 75 Meter lange und 114 Millionen Euro teure Spezialschiff am Donnerstag das Dock verlassen und zu einer Werftpier geschleppt. 

Generalunternehmer für den Großauftrag ist die Fassmer Werft in Berne. Sie hatte 2016 vom Bundesamt für Seeschifffahrt- und Hydrographie den Auftrag erhalten. Im Dezember 2017 wurde die "Atair" bei German Naval Yards Kiel auf Kiel gelegt. Am 31. Januar wurde der Neubau dann von der Kieler Werft an Fassmer übergeben.

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Dank an die Kieler Werft

Der Grund für den Bau in Kiel liegt in der Größe. Mit 2775 Tonnen Verdrängung und 75 Metern Länge ist der Schiffsrumpf für die Fassmer Werft zu groß. Deshalb suchte sich die Werft einen Partner. Sie fand ihn in Kiel bei German Naval Yards. "Wir sind sehr glücklich über die gute und vertrauensvolle Teamarbeit mit unseren Kieler Kollegen", lobte Fassmer. Weitere Projekte sind bereits in Planung.

Komplexes Antriebssystem

Für die Endausrüstung und Erprobung des LNG-Antriebs soll die "Atair" im Laufe des Jahres zur Weser überführt werden. Dort erfolgt dann bei der Fassmer Werft die offizielle Auslieferung an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

Die "Atair" besitzt ein komplexes Antriebssystem. Zwei Wärtsilä-Motoren des Typs 20DF mit je sechs Zylindern erzeugen die Energie für den Antrieb eines Elektromotors. Dieser Motor treibt dann den Propeller an. 

Die Wärtsilä-Motoren können wahlweise mit Marine-Diesel oder Flüssigerdgas betrieben werden. Dafür hat die "Atair" einen speziellen Gastank mit einem Fassungsvermögen von 113 Kubikmetern.

Die "Atair" wurde bei der Werft German Naval Yards Kiel zusammen mit der Fassmer Werft gebaut. Der Neubau soll 2020 an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ausgeliefert werden.