Kieler Werften bauen und erproben auch in Corona-Krise weiter U-Boote
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Nachrichten Wirtschaft Corona kann Kieler U-Bootbauer nicht stoppen
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11:57 20.03.2020
Von Frank Behling
Die Abnahme des neuen U-Boots "S43" für Ägypten lässt sich auch durch den Corona-Virus nicht stoppen.
Die Abnahme des neuen U-Boots "S43" für Ägypten lässt sich auch durch den Corona-Virus nicht stoppen. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Am Montag um 9 Uhr begann die Kieler Werft TKMS mit den Abnahmefahrten des U-Bootes "S43" für  Ägyptens Marine. Das 61 Meter lange Boot soll noch im Frühjahr ausgeliefert werden. Es ist das dritte von vier Booten des Typs 209/1400 aus Kiel für Ägypten.

Die Abnahmefahrten des Bootes erfolgten jedoch anders als geplant. Der sonst übliche Basishafen Hirtshals in Dänemark kann wegen der Corona-Krise und der Einreisebeschränkungen in Dänemark derzeit nicht genutzt werden. Deshalb wich die Werft jetzt in die Kieler Bucht aus.

Boot ist klar zur Übergabe

Seit Montag ist das U-Boot "S 43" jeden Morgen mit dem Begleitschiff "HDW Herkules" ausgelaufen und hat ein Tauchgebiet nördlich des Kieler Leuchtturms angesteuert. Auf Anfrage nach dem U-Boot äußert sich die Werft nicht und verwies auf die Vertragsbestimmungen mit der Verschwiegenheitsklausel.

Der U-Bootneubau "S43" für Ägypten wurde in dieser Woche vor Kiel für die Ablieferung bei verschiedenen Fahrten getestet.

Marineschiffbau ist systemrelevant

Das Corona-Virus schränkt den Werftbetrieb bei TKMS in Kiel laut einem Werftsprecher nur leicht ein. Die Kantine ist geschlossen worden und die Duschen und Sozialräume dürfen nur eingeschränkt genutzt werden. In vielen Bereichen werde darauf geachtet, dass Teams räumlich getrennt sind. "Wir unternehmen natürlich alles, was erforderlich ist. Der Marineschiffbau ist ja systemrelevant und muss weitergehen", so ein Sprecher.

Zu Beginn der Woche hatte die Werftführung sogar Temperaturmessungen am Haupttor eingeführt. Diese Maßnahme war aber schnell wieder eingestellt worden, da sie sich als nicht praktikabel erwiesen hatte, so der Sprecher der Werft.

Bei TKMS sind aktuell zwei deutsche U-Boote in der Wartung und Modernisierung. Für den Export sind vier U-Boote für Singapur, zwei für Ägypten und eins für Israel in der Fertigung.

Auch die Meyer Werft hat am Donnerstag mit der Erprobung des neuen Kreuzfahrers "Iona" auf der Ostsee begonnen. Das Kreuzfahrtschiff war in der Nacht zum Donnerstag von Papenburg nach Eemshaven überführt worden.

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