Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft IfW fordert schnellen Kohleausstieg
Nachrichten Wirtschaft IfW fordert schnellen Kohleausstieg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:01 30.04.2018
Von Ulrich Metschies
Trägt nach wie vor mehr als ein Fünftel zur deutschen Stromerzeugung bei: Klimasünder Braunkohle  Quelle: Georg Ismar
Kiel.

Zu diesem Schluss kommt das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in einer aktuellen Untersuchung zur deutschen Klimapolitik. Der Vorwurf an die handelnden Akteure in der Neuauflage der Großen Koalition: Diese hätten zwar eine Vorstellung, wohin die Reise gehen müsse, würden jedoch notwendige Maßnahmen nicht oder nur zögerlich umsetzen.

"Willensbekundungen wirken wie Lippenbekenntnisse"

„Insgesamt werden im Koalitionsvertrag der Bundesregierung zwar die notwendigen nächsten Ziele wie Kohleausstieg, alternative Antriebsformen im Straßenverkehr oder Effizienzsteigerung im Wärmebereich erwähnt“, sagt Ruth Delzeit, Leiterin des Forschungsbereiches Umwelt und natürliche Ressourcen am IfW. Es bleibe jedoch die Sorge, dass Verhaltensmuster der Vergangenheit wiederholt würden „und somit die Konkretisierung und Ausgestaltung nicht halten werden, was die Absichtserklärungen versprechen“. Beispiel Kohleausstieg: Bislang werde er in Deutschland „nur halbherzig“ angegangen. Delzeit: „Die Willensbekundungen der Bundesregierung wirken wie Lippenbekenntnisse.“

Noch könnte Deutschland seine Klimaziele erreichen

 

Um die Energiewende wirklich voranzubringen, fordern Delzeit und der IfW-Klimaökonom Malte Winkler einen „zügigen und vollständigen“ Ausstieg aus der Kohleverstromung – und das mit konkretem Zieldatum. Würde der Ausstieg sofort eingeleitet und schnell vorangetrieben, bestünde sogar die Chance, das Klimaziel 2020 doch noch zu erreichen. In ihrem Koalitionsvertrag hat die neue Groko das Ziel für 2020 praktisch aufgegeben. Dieses sieht vor, dass Deutschland bis 2020 seinen Treibhausgas-Ausstoß gegenüber 1990 um 40 Prozent senkt. Bislang geschafft sind erst rund 27 Prozent.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erst vor fünf Monaten hatten T-Mobile und Sprint die Verhandlungen über einen Zusammenschluss eingestellt. Jetzt wollen die beiden Konzerne doch fusionieren.

29.04.2018

Mal wieder nicht zu Hause, wenn der Paketbote kommt? Diesem Problem will die Deutsche Post künftig mit Wunschterminen am Abend begegnen. Doch der Service hat seinen Preis.

29.04.2018

Etwa 3,7 Millionen Vollbeschäftigte erhalten monatlich weniger als 2000 Euro brutto. Die Linke kritisierte die hohe Zahl der Geringverdiener und beklagte zudem die enorme Ungleichheit zwischen West- und Ostdeutschland.

29.04.2018