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Wirtschaft IfW warnt: 2020 kommt der Abschwung
Nachrichten Wirtschaft IfW warnt: 2020 kommt der Abschwung
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08:00 07.09.2018
Von Ulrich Metschies
Deutschland muss sich auf den Abschwung gefasst machen: IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths. Quelle: Markus Scholz
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Kiel

 „Deutschland muss sich auf den Abschwung gefasst machen“, warnt Stefan Kooths, Leiter des IfW-Prognosezentrums. Die gute Nachricht: Steigende Löhne erlauben noch einmal ein kräftiges Plus bei den Konsumausgaben.

Einkommen werden noch einmal kräftig steigen

Grund für den Einkommensanstieg seien die günstige Arbeitsmarktlage und Abgabeerleichterungen. Die Nettolohnsumme werde mit 5,3 Prozent im kommenden Jahr so kräftig steigen wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr.

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Für 2019 erwarten die Kieler Ökonomen aktuell noch einWachstum der wirtschaftlichen Gesamtleistung von 2,0 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als noch im Sommer. 2020 werde dann der Abschwung beginnen. Zwar rechnen die Kieler Forscher auch dann noch mit einem Wachstum von 1,9 Prozent, doch basiert diese Rate auf einer hohen Zahl von Arbeitstagen. Bereinigt um diesen Effekt bleibt nur noch ein Plus von 1,6 Prozent übrig. Auch das Münchner Ifo-Institut sowie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwarten ab 2020 eine Abkühlung der Konjunktur.

Öffentlichen Haushalte steuern auf "rote Null" zu

Mit dem Aufschwung enden die rosigen Zeiten für die öffentlichen Finanzen. Für das laufende Jahr erwartet das IfW zwar noch einen staatlichen Rekordüberschuss von rund 53 Milliarden Euro. Doch bereits im kommenden Jahr, so Kooths, führten Steuersenkungen, höhere Investitionen und Leistungsausweitungen der Sozialkassen zu einem Abschmelzen des Budgetüberschusses, 2020 schließlich seien dann die Staatsausgaben nicht mehr durch Abgaben gedeck.

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