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Wirtschaft Aida lässt Batterien einbauen
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16:05 20.08.2019
Von Frank Behling
Aida Cruises will bis zum nächsten Frühjahr eines der Schiffe mit einem Batterie-Paket von Corvus nachrüsten. Quelle: Frank Behling
Kiel

Corvus Energy gilt als Marktführer für Schiffsbatterien. In Deutschland sind bereits die Vogelflugfähren der Reederei Scandlines mit Corvus-Batterien ausgerüstet. Die neuen Kreuzfahrer der Hurtigruten verfügen über Energiespeicher von Corvus für Fahrten in der Arktis. In vielen Häfen fahren Schlepper mit Lithium-Ionen-Batterien.

Für Aida werden die norwegisch-kanadischen Experten jetzt aber noch etwas an Kapazität drauflegen. Im Gespräch ist ein Batteriepaket, wie es zuvor noch nie auf See verbaut wurde. Am Dienstag wurde ein entsprechender Vertrag zwischen Aida und Corvus unterzeichnet.

Ziel von Aida: Emissionsneutraler Schiffsbetrieb

"Unser Ziel ist der emissionsneutrale Schiffsbetrieb. Die Elektrifizierung unserer Schiffe ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf diesem Weg", sagte Michael Thamm, der Vorstand der Costa Gruppe, zu der auch Aida gehört.

"Dank der Zusammenarbeit mit Corvus Energy werden wir in wenigen Monaten mit Aida Cruises bereits den Betrieb dieser innovativen Technologie auf einem großen Kreuzfahrtschiff aufnehmen", so Thamm. Welches Schiff das sein wird, ließ die Reederei noch offen. Bekannt wurde aber, dass die Firmen ABB und Siemens an dem Projekt beteiligt sind.

ABB hat bereits die Antriebe für die im Sommer von Kiel aus eingesetzte "Aidaprima" geliefert. Siemens hat gerade das Power-Management-System der ebenfalls in Kiel stationierten "Aidaluna" erneuert. In Kiel ist Siemens zudem auch Partner beim Bau der größten deutschen Landstromanlage. Die Bekanntgabe des Schiffes ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant, teilte Aida auf Anfrage mit.

Batterien sind als Umrüstung geplant

Das Kreuzfahrt-Unternehmen ist mit 13 Schiffen und über einer Million Passagiere pro Jahr Marktführer bei Seereisen in Deutschland. Drei weitere Schiffe kommen bis 2023 in Fahrt. Dann soll das Schiff pro Jahr bis zu zwei Millionen Passagiere über die Meere fahren.

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Während bei den Neubauten ausschließlich verflüssigtes Erdgas (LNG) als Treibstoff eingesetzt wird, sollen die älteren Kussmund-Schiffe neue Systemen zur Reduzierung der Emissionen bekommen.

Synthetische Kraftstoffe als nächste Stufe

Bereits jetzt sind alle seit 2007 in Dienst gestellten Schiffe von Aida für den Einsatz von Landstrom ausgerüstet. Weitere Zukunftsfelder sind der Einsatz von Flüssiggas aus regenerativen Quellen wie Biogas oder Windstrom. In Papenburg entsteht außerdem bis 2021 das erste Aida-Schiff mit einer Brennstoffzelle als Stromerzeuger gebaut.

Für den Einbau von Batterien eignen sich alle ab 2001 gebauten Aida-Schiffe, die einem diesel-elektrischen Antrieb haben. Bei diesen Schiffen werden zum Antrieb schon heute Elektromotoren eingesetzt. Für die Stromerzeugung sind an Bord bislang pro Schiff jedoch bis zu vier Dieselgeneratoren zuständig.

Der kanadisch-norwegische Batterie-Hersteller Corvus Energy wird demnächst das erste der 13 Aida-Schiffe mit einem Batterie-Speichersystem ausstatten.  

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