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Wirtschaft Hybrid-Kreuzfahrer muss ins Dock
Nachrichten Wirtschaft Hybrid-Kreuzfahrer muss ins Dock
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09:59 08.10.2019
Von Frank Behling
Der Hybrid-Kreuzfahrer "Roald Amundsen" ist in Vancouver eingedockt worden. Die Reise am 10. Oktober musste abgesagt werden. Das Bild zeigt das Schiff im Juli auf der Elbe. Quelle: Frank Behling
Vancouver

Nach Abschluss der Durchfahrt der Nordwest-Passage auf der Reise von Europa in den Pazifik hat der Neubau eine Werft in Vancouver angesteuert, wo in einem Dock Arbeiten an den Antriebsmotoren erfolgten. Die Pod-Antriebe hängen am Heck unter dem Rumpf.

Reise am 10. Oktober abgesagt

Die Folgen bekommen die Passagiere zu spüren, die eigentlich am Donnerstag von Costa Rica aus zu einer zweiwöchigen Reise an der Westküste Südamerikas aufbrechen wollten. Wie die Hurtigruten mitteilen, muss die am 10. Oktober geplante Reise von Puntarenas in Costa Rica nach Chile abgesagt werden.

Die betroffenen Passagiere wurden bereits informiert und erhalten eine Entschädigung. Sie haben die Möglichkeit zu einer Kreuzfahrt zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

Da der Werft-Aufenthalt in Vancouver länger dauert, soll das Schiff nun erst am 26. Oktober im chilenischen Valparaiso  wieder in den Fahrplan zurückkehren.

Die „Roald Amundsen“ war am 27. September in Kanada eingetroffen und bei der Werft Vancouver Drydocks gedockt worden. Derzeit ankert das Schiff vor der Werft in der Bucht von Vancouver.

Erstes Hybrid-Kreuzfahrtschiff der Welt

Die Reise nach Costa Rica war zeitlich nicht mehr möglich. Deshalb soll das Schiff nach Abschluss der Arbeiten in der nächsten Woche zur Überfahrt von Kanada nach Valpariso in Chile starten.

In Valpariso beginnt dann am 26. Oktober die erste Reise in die Antarktis. Dort wird die „Roald Amundsen“ als erstes Kreuzfahrtschiff später auch getauft.

Die 150 Meter lange und für nur 530 Passagiere ausgelegte „Roald Amundsen“ ist das derzeit erste Hybrid-Kreuzfahrtschiff der Welt. Das von Rolls Royce mit einem neuartigen Mix aus Dieselgeneratoren, Batterien und Elektromotoren angetriebene Schiff gilt als Vorreiter für andere Kreuzfahrtschiffe.

Mit der Hybridtechnologie sollen Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen um jeweils rund 20 Prozent sinken. So soll die "Roald Amundsen" im Vergleich zum klassischen Antrieb bis 3000 bis 4000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Im Juli hatte die Reederei den Neubau nach der Fertigstellung in Hamburg präsentiert.

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