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Wirtschaft Maersk meidet den Nord-Ostsee-Kanal
Nachrichten Wirtschaft Maersk meidet den Nord-Ostsee-Kanal
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18:15 08.10.2012
Von Frank Behling
Der Nord-Ostsee-Kanal wird von der dänischen Reederei Maersk nicht als Anbindung für den JadeWeserPort zur Ostsee genutzt. Quelle: Behling (Archiv)
Kiel

Auf dem „Russia Express Service“ fahren die Containerschiffe „Maersk Vancouver“ und „Maersk Venice“ mit je 1350 Containerstellplätzen. Diese 180 Meter langen Frachter können bei voller Beladung mit einem Tiefgang von 10,5 Metern nicht durch den Nord-Ostsee-Kanal. Da der Kanalausbau immer weiter verzögert wurde, lässt Maersk die Schiffe über Skagen fahren.

Zwar ist seit Jahren auch eine Vertiefung des Kanals geplant, doch dieses Projekt wurde vom Bundesverkehrsministerium genauso verschoben wie die Kurvenbegradigung der letzten 15 Kanalkilometer zwischen Königsförde und Kiel. Der Nord-Ostsee-Kanal kann bis zur geplanten Vertiefung ab 2018 nur von Schiffen mit einem Tiefgang von 9,5 Metern befahren werden.

Wie der Terminalbetreiber des JadeWeserPorts, die Firma EUROGATE, heute mitteilte, ist der „Russia Express Service“ der dritte Container-Liniendienst, der den am 21. September eröffneten Tiefwasserhafen an der Jade ansteuert. Der neue Dienst garantiere eine zuverlässige Anbindung Wilhelmshavens ins Baltikum. Neben dem Feeder-Dienst laufen derzeit zwei Überseedienste der Reederei Maersk Line den Terminal auf wöchentlicher Basis an. Dabei handelt es sich um einen Fernost- und einen Mittelamerika-Dienst.