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Wirtschaft PPI-Manager kaufen ihre eigene Firma
Nachrichten Wirtschaft PPI-Manager kaufen ihre eigene Firma
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11:00 27.01.2019
Von Ulrich Metschies
Sie nehmen die Sache nun selbst in die Hand: Manuel Scheyda und Hauke Berndt sind Geschäftsführer der PPI Media, sie haben ihren ehemaligen Arbeitgeber gemeinsam mit dem Kieler Investor Alexander Eck übernommen. Quelle: Timo Wilke
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Kiel.

Hätten die Manager Hauke Berndt und Manuel Scheyda (beide 47) ihren ehemaligen Arbeitgeber nicht übernommen, wäre das Softwarehaus womöglich in die Hände von Finanzinvestoren geraten. Was das bedeuten kann, erleben derzeit gerade die Beschäftigten der HSH Nordbank.

Dass PPI Media überhaupt zum Verkauf stand, hängt mit dem einschneidenden Umbau zusammen, den sich der bisherige Gesellschafter verordnet hat: die Eversfrank-Gruppe mit Sitz in Meldorf. Wie berichtet, reagiert das zu den größten Druckdienstleistern Europas gehörende Unternehmen mit einem schmerzhaften Maßnahmenpaket auf millionenschwere Verluste – verursacht durch eine verhängnisvolle Mischung aus Überkapazitäten auf dem Markt für auflagenstarken Offsetdruck, Preisrückgängen, steigenden Kosten und Managementfehlern.

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Management-Buy-Out war ein Befreiuungsschlag

Selbst Eigentümer eines Unternehmens zu werden, mit allen Risiken – das war natürlich ein Wagnis. „Zuerst wussten wir gar nicht, wie ein Management-Buyout geht“, sagt Berndt. Also berichtete man dem Kieler Unternehmer und Beteiligungsprofi Alexander Eck von der MBO-Idee, und der war sofort begeistert.

„Wir sind sehr glücklich, dass es zu dieser norddeutschen Lösung gekommen ist“, sagt auch Scheyda. Das Ganze sei auch so etwas wie ein Befreiungsschlag gewesen. Rund 120 Medienkonzerne und Verlage in 19 Ländern arbeiten mit Software-Lösungen von PPI Media. Und mehr als 100 Millionen Leser kommen täglich mit Zeitungsprodukten in Kontakt, die mit PPI-Lösungen hergestellt werden.