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Wirtschaft Deshalb ist Angst vor Altersarmut unbegründet
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12:00 17.11.2018
Mehr als 94 Prozent der künftigen Rentnergeneration müssen keine Grundsicherung beziehen. Quelle: imago
Hannover

Wie Umfragen aus den vergangenen Jahren zeigen, haben viele Menschen Angst davor, im Alter arm zu sein. Nach dem letzten Armuts- und Reichtumsbericht sehen zwei Drittel der Deutschen hier ein hohes oder sehr hohes Risiko. Aber sind diese Ängste in diesem Maße begründet? Wenn man sich die Zahl derjenigen anschaut, die heute im Alter Grundsicherung beziehen und damit staatliche Hilfe bekommen, sicherlich nicht.

Früh Absicherung im Alter sicherstellen

Rund 3 Prozent der über 65-Jährigen erhalten heute Grundsicherung, weil sie nicht über ein ausreichendes Einkommen verfügen. Allerdings wird ihr Anteil voraussichtlich steigen – nach einer von der Rentenversicherung in Auftrag gegebenen Studie bis 2030 auf bis zu 5,5 Prozent. Das heißt aber auch: Mehr als 94 Prozent der künftigen Rentnergeneration verfügen über so viel Einkommen, dass sie keine ergänzende Grundsicherung beziehen müssen.

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Dennoch sollte man früh Schritte unternehmen, um eine ausreichende Absicherung im Alter sicherzustellen. Dabei sollte man sich mit zielgerichteten Maßnahmen vor allem auf die Gruppen konzentrieren, bei denen schon heute das Risiko, im Alter auf Grundsicherung angewiesen zu sein, höher ist als im Durchschnitt.

Risikogruppen für Altersarmut im Blick behalten

Bei der Risikogruppe der Erwerbsminderungsrentner hat es bereits deutliche Verbesserungen gegeben, weitere sind geplant. Im Blick behalten sollte man aber auch, dass die Menschen bereits im Erwerbsleben ein ausreichendes Einkommen haben und so auch Rentenansprüche erwerben, die Armut im Alter verhindern. Hier sind mit der Einführung des Mindestlohns und der Versicherungspflicht für Minijobs bereits Schritte unternommen worden. Auch ist zu prüfen, was zu tun bleibt, um etwa Langzeitarbeitslosen den Erwerb von Einkommen zu ermöglichen.

Von RND/Dirk von der Heide

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