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Wirtschaft Ein Minister in Erklärungsnot
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19:33 11.03.2015
Von Karsten Leng
Verkehrsminister Reinhard Meyer (li.) eröffnete in den Holstenhallen die Mittelstandsmesse „Fair 4 Business“. Quelle: Karsten Leng
Neumünster

Bei der Podiumsdiskussion in den Holstenhallen wurde Meyer verbal heftig in die Zange genommen. Einen Schwerpunkt bildete der Ausbau der A 20. „Das Land muss alles in Bewegung setzen, dass die Planung westlich der A7 und die Elbquerung bei Glückstadt schnellstmöglich in Angriff genommen wird“, forderte Michael Fröhlich, Geschäftsführer der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein. Unterstützung bekam er von Friederike Kühn, Präsidentin der IHK-Schleswig-Holstein.

 Meyer warb um Verständnis dafür, das alles etwas länger dauert: „Die Planungen laufen, mussten aber wie auch die anderen Straßenbauprojekte durch den 2013 vom Bundesverwaltungsgericht verhängten Baustopp des Abschnitts der A 20 Weede-Wittenborn nochmals auf den Prüfstand.“ Die Richter hatten moniert, dass der Schutz der rund 20000 Fledermäuse, die jedes Jahr in den Kalkhöhlen in Bad Segeberg überwintern, nicht hinreichend beachtet worden sei.

 Genauigkeit müsse eben vor Schnelligkeit gehen, so Meyer. Das gelte auch für den Neubau der Rader Hochbrücke. „Da brennt mir der Hut“, hatte Thomas Rackow vom Unternehmerverband Logistik die avisierte Planungszeit von acht Jahren bis Baubeginn kritisiert. Meyer erinnerte den Lobbyisten daran, dass nach bisherigen Verfahrensabläufen acht Jahre absolut schnell seien. Sollte Hamburg alle Hürden bei der Nominierung als Olympiastadt nehmen und Ausrichter der Spiele werden, wäre das der „Turbo“ für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Norden.