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16:53 06.02.2019
Insgesamt 132 neue Unternehmen haben sich im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein angesiedelt und schaffen so voraussichtlich mehr als 1900 zusätzliche Arbeitsplätze.  Quelle: Carsten Rehder/dpa/Archivbild
Kiel

Insgesamt 132 neue Unternehmen haben sich mit Hilfe der Wirtschaftsförderung im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein angesiedelt und schaffen so voraussichtlich mehr als 1900 zusätzliche Arbeitsplätze.

Ein „solides Ergebnis“

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) nannte das bei der Vorstellung der Ansiedlungsbilanz am Mittwoch in Kiel ein „solides Ergebnis“.

Es gebe aber noch einen „Entwicklungsspielraum nach oben“. 2017 hatten sich mit 153 Unternehmen noch mehr Firmen im Land neu angesiedelt, die zusammen allerdings weniger Arbeitsplätze geschaffen hatten - nämlich rund 1700.

Die meisten Arbeitsplätze entstehen demnach im Tourismus, in der Logistik und in der digitalen Wirtschaft. So schafft etwa die Ansiedlung von zehn neuen Hotels mehr als 400 Arbeitsplätze. Im Logistikbereich sollen rund 370 neue Jobs entstehen und in der digitalen Wirtschaft 220.

Ansiedlung von mehreren Faktoren abhängig

Es sei nicht zu verhehlen, dass die Zahl der ins Land geholten Unternehmen und die damit einhergehenden Arbeitsplätze schon einmal höher gewesen sei, betonte Buchholz.

2011 waren beispielsweise noch mehr als 3200 neue Stellen geschaffen worden. Es gebe mehrere Faktoren, die man im Blick haben müsse, erklärte der Minister.

So müsse etwa die Infrastruktur - zum Beispiel das Glasfasernetz - gut ausgebaut sein, um für Firmen attraktiv zu sein. Außerdem müssten in gefragten Regionen genug Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden.

Auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Bernd Bösche, resümierte: „Es gibt viel Licht, aber es gibt natürlich auch Schatten.“

Für die Zukunft wünscht er sich etwa mehr Standort-Marketing. Ins laufende Jahr blicke er aber zuversichtlich: Man habe derzeit „mehrere größere Unternehmen in der Pipeline“.

Dänemark löst China ab

Geringfügig zurückgegangen ist die Zahl der Ansiedlungen aus dem Ausland. Insgesamt 15 ausländische Unternehmen kamen 2018 nach Schleswig-Holstein, im Jahr zuvor waren es 17 gewesen.

Nachdem jahrelang China die Liste der zugezogenen Firmen angeführt hatte, nahm dieses Mal Dänemark mit sechs Unternehmen die Spitzenposition ein.

Keine Auswirkungen durch Brexit

„Das zeigt auch, dass Schleswig-Holstein als Brückenkopfland nach Skandinavien eine wichtige Rolle spielt“, sagte Buchholz. Bislang „keinerlei spürbare Auswirkungen“ habe es durch den anstehenden Brexit gegeben.

Bei der Ansiedlungsbilanz handelt es sich um keine vollständige Statistik. Es werden lediglich die Unternehmen gelistet, die mit Hilfe der Wirtschaftsförderung ins Land geholt wurden. Die Bilanz erfasst auch nicht, wie viele Unternehmen abgewandert sind.

Von RND/dpa

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