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Wirtschaft Tür öffnen, losfahren, genießen
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07:00 22.04.2017
Von Anne Holbach
Alexandra Brecht (26) und Phillipp Kabitzke (26) von Seaside Camper. Quelle: Frank Peter
Kiel

„Wir haben unseren Fritz im Internet gefunden und dann eine Menge Geld in die Hand genommen, um ihn wieder flottzumachen“, sagt Kabitzke. Viele Freunde seien neidisch auf ihr neues Gefährt gewesen. „Nach dem ersten Urlaub haben wir deshalb überlegt, ob wir den Bulli nicht mal verleihen können, wenn wir ihn selbst gerade nicht brauchen“, sagt Brecht. Doch das sei gar nicht so leicht – wegen der Versicherung.

Normalerweise müssen Menschen, die ihren Camper verpachten, ihr Fahrzeug als Selbstfahrer-Vermietfahrzeug zulassen. Dadurch werde die Versicherung pro Jahr erheblich teurer, erklären die Gründer. „Es gibt nicht die Möglichkeit, so etwas nur tage- oder wochenweise abzuschließen“, sagt Brecht. „Wir haben uns gefragt, warum nur der Vermieter auf den Kosten sitzenbleiben soll.“ Über Monate trafen sich die beiden 26-Jährigen mit Versicherungen und erarbeiteten mit der Allianz als Partner ein Konzept. Im Mietpreis ist nun eine Versicherung enthalten. Bei Bulli Fritz, der pro Tag 49 Euro kostet, macht sie 6,55 Euro täglich aus. „Die Mieter sollen losfahren und ihren Urlaub genießen können, ohne sich darüber einen Kopf zu machen“, sagt VWL-Student Kabitzke. „Und die Vermieter sollen sich sicher sein, dass ihr Fahrzeug gut abgesichert ist, falls etwas passiert“, fügt Brecht hinzu. Alle bei den Seaside Campern gelisteten Reisemobile sind ab der Übergabe Vollkaskoversichert.

Ganz neu ist die Idee nicht: Mit Paul Camper und Campanda gibt es zwei große Verleihplattformen.

Wenn es gut läuft, wollen die Gründer nach Skandinavien und in die Niederlanden expandieren. „Dänemark ist besonders interessant. Nicht nur wegen der Nähe, sondern weil dort die Steuern für einen eigenen Camper horrend hoch sind“, sagt Brecht. Erstes Ziel für dieses Jahr ist es, Norddeutschland abzudecken. „100 Fahrzeuge bis 2018 halten wir für realistisch“, sagt Kabitzke.

Bei den Plänen zum Bau von fünf Korvetten ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Beim Besuch im Marinestützpunkt Kiel stellte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag klar, dass es keine Auftragsvergabe um jeden Preis geben werde.

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