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Nachrichten Wirtschaft Die Zukunftsprojekte der IHK Kiel
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13:00 04.03.2019
Von Christin Jahns
Der Kieler IHK-Hauptgeschäftsführer Jörg Orlemann. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Frage: Was sind die Hauptthemen der neuen Vollversammlung?

Ich glaube, dass uns drei Themen ganz besonders beschäftigen werden. Zum einen ist das der Bereich der Fachkräfte. Für die meisten Betriebe existierte der demografische Wandel bislang eher in der Theorie, aber in den nächsten Jahren wird er in der Praxis voll durchschlagen. Auch die Zahl der Azubis wird deutlich zurückgehen. Punkt zwei ist der Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein und die Frage, wie wir das Land bei den Themen Infrastruktur und Bildung voranbringen können. Das dritte Thema ist die weitere Organisationsentwicklung, bei der es dann vor allem um die Digitalisierung der Organisation geht und darum, wie sich die IHK zu Kiel weiterentwickelt.

Frage: Wie weit ist denn der Strategieprozess, den Sie angeschoben haben?

Wir haben zwei Jahre stark nach innen gewirkt und uns mit den Themen Unternehmenskultur und Führungsrichtlinien beschäftigt. Im vergangenen Jahr haben wir begonnen, aktiver nach außen zu arbeiten und neue Veranstaltungs- und Beteiligungsformate zu entwickeln, in denen es um den direkten Dialog und den Umgang mit unseren Mitgliedern geht. In diesem Jahr wird das Thema Beteiligung unserer Mitglieder ganz oben stehen.

Frage: Gibt es auch in der Kieler Unternehmerschaft Gruppierungen, die die Kammer in Frage stellen, so wie es bei der Wahl in Hamburg der Fall war?

Nicht dass wir wüssten. Das heißt aber nicht, dass sich bei der konstituierenden Sitzung der Vollversammlung nicht doch jemand hinstellt und eine programmatische Agenda verliest. Wir hatten aber bisher nicht den Eindruck, dass es aktive Kammerverweigerer unter den Kandidaten gibt.

Frage: Die IHK Schleswig-Holstein ist bislang eine Arbeitsgemeinschaft der Kammern Kiel, Lübeck und Flensburg. Wann haben wir im Norden nur noch eine Kammer?

Die Digitalisierung schreitet auch bei den Kammern voran. Klar ist, dass wir die Prozesse vor allem im Backoffice-Bereich künftig viel stärker standardisieren werden. Über eine Zusammenlegung der drei IHKn kann ich nichts sagen, das müssten die drei Vollversammlungen beschließen. Aber ich gehe davon aus, dass wir in wenigen Jahren tatsächlich in vielen Teilen sehr viel stärker arbeitsteilig vorgehen werden.

Das ganze Interview lesen Sie in den Kieler Nachrichten, Ausgabe Montag, 4. März.

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