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Wirtschaft Ein Rückzugsort für Innovative
Nachrichten Wirtschaft Ein Rückzugsort für Innovative
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10:00 18.06.2019
Von Anne Holbach
Bei Sophie Mirpourian im Vekselwerk sollen Deutsche und Dänen aus der Kreativwirtschaft flexibel Raum zum Arbeiten finden. Quelle: Frank Peter
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Kiel

„Wir haben bis zu zehn Arbeitsplätze“, sagt Sophie Mirpourian, die die Bürogemeinschaft Vekselwerk in Kiel managt. „Hier sitzen Webdesigner oder Raumstrategen, aber auch eine Tänzerin kommt regelmäßig.“

Es gibt keine festen Plätze. Wer kommt, nimmt den Tisch, der gerade frei ist. Ein braunes Ledersofa, ein Stehpult und fünf Schreibtische – so sieht der kleine Coworking Space bislang aus. Gegenüber ist ein Konferenzraum, der für Gespräche mit Kunden genutzt werden kann. „Wer Interesse daran hat, hier zu arbeiten, kommt meist zuerst zu einem Gespräch zu mir“, sagt Mirpourian. Sie schaut dann, wie die Kapazitäten aussehen.

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Deutsche und dänische Start-ups vernetzen

Vekselwerk ist Teil des grenzübergreifenden Projektes Vekselwirk, das die kreativen Kompetenzen von Kiel, Lübeck, Kolding und Roskilde sichtbar machen und die Akteure vernetzen will. Hierfür soll es in den Partnerstädten verschiedene Anlaufpunkte geben.

Nun können sich dänische Gründer, die sich auf dem deutschen Markt orientieren möchten, im Coworking Space im Anscharpark in Kiel für ein paar Tage niederlassen. „Wir können ihnen zum Beispiel dabei helfen, Kontakt zu Wirtschaftsförderern vor Ort zu knüpfen“, so Mirpourian. Die 28-Jährige hat sechs Jahre in Aarhus gelebt und kann auch bei sprachlichen Barrieren unterstützen.

Interaktive Karte: Coworking-Spaces in Kiel

Neues Food-Start-up im Anscharpark in Kiel

Noch schließen sich einige leere Räume an das Vekselwerk an. Hier plane eine Kerngruppe von vier Kreativen einen größeren Coworking Space. Neu vor dem Gebäude ist zudem das Food-Start-up „Roll Laden“. Normalerweise ist der mobile Cateringservice mit einem roten Bulli unterwegs, über den Sommer wird der „Roll Laden“ mit einem Container einen festen Platz im Anscharpark haben. An vier Tagen in der Woche soll es dort Café, Kuchen und einen vegetarischen Mittagstisch geben, damit die Kreativen auch verpflegt sind.

Im Norden lässt sich in Ruhe arbeiten

Laut Mirpourian sind Metropolen wie Berlin oder Hamburg, in denen sich viele Start-ups ansiedeln, zwar gut, um Wissen zu erweitern oder Finanziers zu finden. „Unsere Region ist für Gründer attraktiv, weil sie als Rückzugsort ideal ist.“ Was für Touristen gelte, lasse sich auf die Arbeitswelt übertragen. In Schleswig-Holstein finde man Ruhe und das sei wichtig, um innovative Ideen zu entwickeln.

Für Ende August ist deswegen ein „Creative Retreat“ geplant, zu dem 20 Start-ups oder Freiberufler aus Deutschland und Dänemark für fünf Tage zum Arbeiten an den Strand in Grönwohld eingeladen werden sollen.

Weitere Informationen unter s.mirpourian@anscharcampus.de

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