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Wirtschaft Opel beantragt Kurzarbeit im Rüsselsheimer Werk
Nachrichten Wirtschaft Opel beantragt Kurzarbeit im Rüsselsheimer Werk
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21:02 01.10.2019
Opel-Mitarbeiter im Stammwerk in Rüsselsheim. Im Übernahmepokermüssen sie um ihre Jobs bangen. Vielleicht nicht mehr all zu lang.
Opel setzt auf Kurzarbeit.
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Opel hat offenbar Kurzarbeit in Rüsselsheim angezeigt. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, soll die Maßnahme schon im Oktober beginnen und sechs Monate lang gelten. „Dieser Schritt dient dazu, eine sozialverträgliche Brückenlösung zu schaffen“, sagte ein Sprecher der „Wirtschaftswoche“. Zugleich betonte er, dass die Zukunft des Werks langfristig gesichert sei. In Rüsselsheim soll ab 2021 der neue Opel Astra gebaut werden.

Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der es bei der deutschen Automobilindustrie ohnehin kriselt. Globale Handelsstreitigkeiten verlangsamen das Wirtschaftswachstum – was sich auch in der Nachfrage nach Neuwagen niederschlägt. Auch Probleme bei der Umstellung auf das Abgastestverfahren WLTP im vergangenen Jahr haben die Bilanzen zahlreicher deutscher Automobilhersteller belastet.

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In dem zum französischen PSA-Konzern zählenden Autowerk fehlt derzeit die Arbeit. So ist im Sommer die Produktion des Familienwagens Zafira ausgelaufen, und der Absatz der Limousine Insignia schwächelt. Erst im Jahr 2021 kommt mit dem Kompaktwagen Astra ein zweites Modell ins Opel-Stammwerk und soll dieses nachhaltig sichern. Bis dahin sollen die Beschäftigten möglichst im Unternehmen gehalten werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind an den deutschen Standorten, zu denen auch Eisenach zählt, bis Sommer 2023 ausgeschlossen.

Die ganze Branche schwächelt

Zugleich ringt die Autoindustrie mit zwei Megatrends: Einerseits investieren die Autobauer massiv in digitale Technologien, um beim autonomen Fahren und bei der Etablierung von Mobilitätsdiensten nicht abgehängt zu werden. Und andererseits stellen viele ihre Werke auf die Produktion von Elektroautos um – was allein bei VW bis zu 40 Milliarden Euro kosten wird.

All das schlägt sich auch bei den Beschäftigten in der Autoindustrie nieder. Mehrere Zulieferer haben bereits Kurzarbeit eingeführt. Zuletzt kündigte Continental außerdem an, mehrere Tausend Stellen streichen zu wollen.

Mit dpa

Von Christoph Höland/RND

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