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Wirtschaft Kiellegung und Ende der Kurzarbeit
Nachrichten Wirtschaft Kiellegung und Ende der Kurzarbeit
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18:23 25.04.2019
Von Frank Behling
In Wolgast wurde bei der Peenewerft die Korvette "Köln" auf Kiel gelegt. Quelle: Frank Behling
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Wolgast

Die neue "Köln" baut die Peene-Werft in Partnerschaft mit der Lürssen Werft in Bremen und den Kieler Werften German Naval Yards und ThyssenKrupp Marine Systems. Fünf Korvetten mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro bekommt die Marine bis 2025 von der Arbeitsgemeinschaft. 

Im Mai endet die Kurzarbeit

Durch die Umverteilung der Baukomponenten war es möglich, dass bei der Peene-Werft die Saudi-Arabien-Krise überwunden wurde. Die Werft war im vergangenen Jahr durch den Exportstopp von Patrouillenbooten für Saudi-Arabien in Not geraten. Ein Teil der 300 Werftarbeiter war von der Kurzarbeit betroffen. "Etwa 40 Kollegen sind derzeit noch in Kurzarbeit", so Betriebsrat Rene Quade.

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"Wir sind jetzt aber auf einem guten Weg. Ich denke, dass Ende Mai die Kurzarbeit hier am Standort beendet werden kann“, sagte Friedrich Lürssen, Inhaber der Lürssen-Gruppe, zu der seit 2012 auch die Peene-Werft gehört. Zusätzlich zu den drei Bugsektionen der Korvetten wurde auch der Auftrag zum Bau einer Luxusjacht vom Bremer Stammwerk der Lürssen-Gruppe nach Wolgast übertragen.

Jedes Jahr ein neues Schiff für die Marine

Zuvor hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Willen zu einem raschen Ausbau der Rüstungsanstrengungen bekräftigt. Um die entstandenen Defizite bei der Ausrüstung der Bundeswehr zu beheben, soll jetzt in rascher Folge neues Material zur Truppe kommen. 

"Von jetzt an kommen ein Panzer pro Woche, ein Flugzeug oder Hubschrauber pro Monat und ein neues Schiff pro Jahr in die Bundeswehr", so Ursula von der Leyen. Dazu gehören in den kommenden Monaten 129 Schützenpanzer vom Typ Boxer und 15 neue Marinehubschrauber des Typs "Sea Lion".

Die Marine braucht die neuen Korvetten dringend. Die Bundeswehr hat mehr Aufgaben den je, das gilt im Mittelmeer aber auch bei der Landesverteidung auf Nord- und Ostsee", so die Ministerin.

Bei der Suche nach einer Lösung für die sieben in Wolgast liegenden Patrouillenboote aus dem Saudi-Arabien-Geschäft sagten Verteidigungsministerin und auch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern der Werft Unterstützung zu.

Hier sehen Sie weitere Fotos vom Donnerstag in Wolgast.