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09:00 21.07.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Mit Versprechen von Rundum-Sorglos-Paketen und kostengünstigen Modellen werben Anbieter von Miet-Photovoltaikanlagen um Kunden. Quelle: Daniel Reinhardt
Kiel

„Das Geschäft lohnt sich nur für die Firmen, die solche Ablagen anbieten. Der Verbraucher zahlt drauf“, sagt Florian Schmölz. Der Energie-Experte der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat aufgrund etlicher Beschwerden von Verbrauchern Mietverträge mit einer Laufzeit von bis zu 25 Jahre überprüft und durchgerechnet. Das Ergebnis: Eine Anlage mit einer Nennleistung von 4,4 Kilowatt-Peak (kWp) kostet statt des durchschnittlichen Kauf- und Installationspreises von 6600 Euro am Ende mehr als 18000 Euro.

Kritik an der Marketingstrategie

Zwar würden die Anbieter mit einem Komplett-Paket werben – „das ist es aber nicht, das ist lediglich eine Marketingstrategie und ganz viel heiße Luft“, sagt Schmölz. Ein Mietmodell lohne sich deswegen nur, wenn die Konditionen stimmen würden, betont Schmölz. Diese seien bei den vier Firmen, die seit Wochen massiv per E-Mail und über Suchanfragen zum Thema Photovoltaik werben würden, nicht zu empfehlen: „In allen uns bekannten Fällen sind diese Mietanlagen unverhältnismäßig teuer. Barzahlung oder ein KfW-Kredit ist da immer die bessere Lösung.“

Photovoltaik für den Eigenverbrauch am besten mit Speicher

Generell sei Photovoltaik in Schleswig-Holstein aber zu empfehlen, im besten Fall in Kopplung mit einem Lithium-Ionen-Speicher. „Dadurch können Eigennutzer bis zu 60 Prozent ihres Stromverbrauches abdecken, ohne Speicher sind das maximal 30 Prozent“, sagt der Energie-Experte.

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