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19:13 05.07.2019
Von Sebastian Ernst
Professor Bernd Finkemeyer von der FH Kiel (r.) zeigt Staatssekretär Thilo Rohlfs den Roboter, an dem er forscht. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Mit einem Roboter so kommunizieren, wie der Meister mit dem Lehrling – daran, das zu ermöglichen, forscht Bernd Finkemeyer von der Fachhochschule Kiel. "Wir arbeiten daran, dass man den Roboter nicht mehr so programmieren muss, dass er ein Objekt von Position A zu Position B bewegt", sagt er. "Sondern, dass er Arbeitsabläufe lernt – etwa die Fähigkeit, einen Bolzen in ein Loch einzuführen."

Dadurch könne der Roboter leichter bedient werden. Statt Codes zur Programmierung zu schreiben, kann im Menü des Roboters einfach ein bestimmter, fertig programmierte Arbeitsvorgang ausgewählt und angepasst werden.

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"Dafür braucht man keine Robotervorkenntnisse mehr", sagt Finkemeyer. "Viele solcher vorgefertigter Fähigkeiten gibt es schon. Wir arbeiten nun daran, sie zusammenzufügen." Sogar eine Art App-Store, in dem sich Unternehmen genau die Fähigkeiten, die etwa ihre Montageroboter ausführen sollen, kaufen können, sei denkbar.

Staatssekretär Thilo Rohlfs besucht M4KK

Dieses Projekt hat Finkemeyer bei einem Besuch von Thilo Rohlfs (FDP), Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein, im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel (M4KK) vorgestellt.

Das M4KK will kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, sich der Digitalisierung anzupassen und Forschung und Wirtschaft zusammenzubringen.

"Kleine und mittelständische Unternehmen haben häufig keine eigene Entwicklungsabteilung"

Dabei soll erlebbar gemacht werden, welche Vorteile der Umstieg auf moderne Technik den Betrieben bringen kann. Schon vor einem Jahr ist das M4KK als Kompetenznetzwerk Schleswig-Holsteiner Hochschulen an den Start gegangen.

Neben der FH Kiel gehören unter anderem die CAU, die Uni Lübeck und die Technische Hochschule Lübeck dazu. "Kleine und mittelständische Unternehmen haben häufig keine eigene Entwicklungsabteilung", so Rohlfs bei dem Besuch. Das mache den Austausch im M4KK wichtig für die Zukunft der schleswig-holsteinischen Wirtschaft.

Anne Holbach 05.07.2019
Florian Hanauer 05.07.2019
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