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Wirtschaft Schleswig-Holstein soll „Marke“ werden
Nachrichten Wirtschaft Schleswig-Holstein soll „Marke“ werden
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17:31 27.08.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
„Schleswig-Holstein — „Der echte Norden“: Dieser Spruch wird wohl bald den alten Slogan „Land der Horizonte“ ablösen. Quelle: Agentur Boy
Kiel

Länder wie Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern hätten bereits eine Dachmarke aufgebaut, mit der Menschen etwas verbinden.

Schleswig-Holstein hat verblassende Schilder an der Autobahn, auf denen „Land der Horizonte“ steht, sagte Meyer. Assoziiert werde damit aber nur das Schleswig-Holstein-Musik-Festival und nicht das Land insgesamt. „Wer südlich von Kassel unterwegs ist, und die Leute fragt, wofür Schleswig-Holstein steht, wird keine klare Antwort bekommen.“ Das Land vergebe sehr viele Chancen dadurch, dass es keinen Wiedererkennungswert hat, betonte der Minister.

Beim Slogan „Land der Horizonte“ sei damals versäumt worden, ihn richtig mit Inhalt zu füllen, sagte Meyer. Diesmal gebe es ein Konzept, das in drei Phasen umgesetzt werden soll. „Wir haben uns das zweifellos hohes Ziel gesteckt, das Profil des Landes besser sichtbar zu machen und damit Aufbruchstimmung zu erzeugen.“ Neben dem Claim „Der echte Norden“ soll auch ein Bildzeichen entwickelt werden. Ein erster Entwurf steht jetzt zur Diskussion. Zudem soll die bei einigen Institutionen eingeführte Endung „.SH“ wie bei der Landesweiten Verkehrs-Service-Gesellschaft nah.sh aufgegriffen werden.

Die Ministerien und die nachgeordneten Behörden sollen noch in diesem Jahr einen einheitlichen Auftritt organisieren. In einem zweiten Schritt sollen Partner beispielsweise aus der Wirtschaft und dem Bildungs- und Sozialbereich gewonnen werden. Am Ende des Weges soll dann ein Landesmarketing stehen. „Seit Jahren wird von der Wirtschaft zu Recht ein einheitlicher Auftritt des Landes eingefordert“, sagte Meyer. Auch er verspreche sich von einer Landesmarke eine deutlich höhere Werbewirkung und zugleich eine höhere Identitätsstiftung für die Menschen im Land selbst.

Es gebe zwar schon jetzt zahlreiche erfolgreiche Institutionen im Land, die Schleswig-Holstein beispielsweise als Tourismus- oder Wirtschaftsstandort vermarken, meinte Meyer. Doch diese verrichteten ihre Arbeit oft unkoordiniert, was die Wettbewerbsposition eher schwäche als stärke. Eine Dachmarke sei daher längst überfällig. Bisher seien rund 90 000 Euro für das Marketing-Konzept aus dem 460 000-Euro-Topf für Standortmarketing ausgegeben worden.

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