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Wirtschaft „Die Zeit der Unsicherheit ist bald überstanden“
Nachrichten Wirtschaft „Die Zeit der Unsicherheit ist bald überstanden“
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18:58 09.10.2019
Von Anne Holbach
Der Senvion-Standort in Osterrönfeld/Rendsburg.  Quelle: Thomas Eisenkrätzer/Archivbild
Hamburg/Osterrönfeld

„Zu Beginn der zweiten Oktoberwoche schreiten die Vorbereitungen für die geplante Transaktion mit Siemens Gamesa voran“, heißt es in einem Schreiben von Senvion-Chef Yves Rannou an die Mitarbeiter. „Daher sind wir optimistisch, dass wir auch den vorgesehenen Zeitplan einhalten können, um die endgültigen Entscheidungen aller relevanten Gremien auf beiden Seiten zu treffen. Wir erwarten, dass alle notwendigen Dokumente bis Ende dieser Woche vorliegen werden.“

Auch die Gewerkschaft IG Metall kennt dieses Schreiben und hofft, dass die sich hinziehenden Verkaufsverhandlungen nun tatsächlich zum Abschluss kommen. Noch sei man in Abwartehaltung. Eigentlich sollten die Verträge schon vor rund zwei Wochen unterzeichnet werden. Zuletzt hatte IG-Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken die Verzögerungen bei den Gesprächen kritisiert, weil die Unsicherheit eine enorme Belastung für die Beschäftigten sei.

Noch kein fixes Datum für Senvion-Deal

Von Senvion hieß es auf Anfrage, der Konzern hoffe, baldmöglichst den Deal abzuschließen. Es gebe aber noch kein fixes Datum. „Zu diesem Zeitpunkt wären wir entsprechend auch in der Lage, volle Klarheit dahingehend zu schaffen, welche Geschäftsbereiche übernommen werden und für welche Bereiche wir weitere Optionen besprechen“, so Rannou in seinem Mitarbeiterbrief.

„Damit ist die Zeit der Unsicherheit bald überstanden.“ Es sei nur noch eine Frage von Tagen. Dem Vernehmen nach interessiert sich Siemens Gamesa für ausgewählte europäische Service- und Onshore-Bereiche.

Senvion meldete im April Insolvenz an

Senvion hatte im April Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und sich auf die Suche nach Investoren begeben. Seit Mitte September ist Siemens Gamesa offiziell der einzige Kaufinteressent für Teile des Konzerns. Von den noch 1400 Arbeitsplätzen bei Senvion in Deutschland werden nach Einschätzung der IG Metall rund 900 wegfallen.

Mit der Übernahme des Geschäfts hätten also etwa 500 Beschäftigte eine Perspektive. Etwa 270 Mitarbeiter sollen für vier Monate in eine Transfergesellschaft wechseln können, in der sie mehr Geld bekommen, als ihnen an Arbeitslosengeld zustehen würde.

Mehr zur Senvion-Insolvenz lesen Sie hier

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