Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft Sicherheitsfirma Kaspersky entdeckt Virus im eigenen Netz
Nachrichten Wirtschaft Sicherheitsfirma Kaspersky entdeckt Virus im eigenen Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 10.06.2015
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
CDer Gründer und Chef der Moskauer Antiviren-Firma Eugene Kaspersky. Quelle: Andreas Gebert
Moskau

Der Virus sei einige Monate im Netz von Kaspersky aktiv gewesen und habe vor allem die Aktivitäten zur Suche nach Schadsoftware ausgespäht. "Ich bin ziemlich sicher, dass sie uns beobachtet haben", sagte Kaspersky. Kunden und Partner seien nach bisherigen Erkenntnissen nicht betroffen.

Der Virus sei eine Weiterentwicklung der Schadsoftware Duqu, die mit dem bekannten Computerwurm Stuxnet verwandt ist. Stuxnet war nach bisherigen Informationen entwickelt worden, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren.

Die jetzt entdeckte Software sei so aufwendig, dass ihre Entwicklung mehr als zehn Millionen Dollar gekostet haben dürfte, sagte Kaspersky. Sie habe bisher unbekannte Sicherheitslücken im Betriebssystem Windows ausgenutzt. Kaspersky überprüfe nun unter anderem den Quellcode der eigenen Sicherheitsprogramme. Bisher sei dabei nichts entdeckt worden.

Laut Kaspersky wurde die Schadsoftware, die den Namen "Duqu 2.0" bekam, auch an Verhandlungsorten bei den Atomgesprächen mit dem Iran entdeckt. Kaspersky-Konkurrent Symantec berichtete, das Schadprogramm sei zudem bei einem europäischen Telekom-Unternehmen, einem Elektronik-Hersteller aus Südostasien sowie auf Computern in den USA, Großbritannien, Schweden und Hongkong entdeckt worden.

Bei der neuen Software sei es fast unmöglich festzustellen, wenn sie einen Computer befalle, sagte Kaspersky. Sie verstecke sich im Arbeitsspeicher eines Computers, schreibe keine Daten auf die Festplatte und übermittele nur wenig Daten.

"Sie ist wie "Alien", "Terminator" und "Predator" zusammen", sagte der russische Virenjäger unter Bezug auf Hollywood-Actionsfilme. Dennoch sei es "ziemlich dumm" gewesen, eine IT-Sicherheitsfirma anzugreifen: "Früher oder später finden wir es heraus."

dpa

Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt sieht eine große Zukunft für selbstfahrende Autos deutscher Hersteller. "Jedes deutsche Auto wird von einem Computer gesteuert werden", sagte Schmidt bei einem Auftritt auf der Gründerkonferenz NOAH in Berlin.

Deutsche Presse-Agentur dpa 10.06.2015

Der Arbeitskampf bei der Deutschen Post wird härter - und Postkunden könnten die Auswirkungen der Streiks bald mit voller Wucht zu spüren bekommen. Am Mittwoch schickte die Gewerkschaft Verdi erstmals mehrere Tausend Briefträger und Paketboten in den Ausstand.

Deutsche Presse-Agentur dpa 10.06.2015

München (dpa) – Doch kein Verkauf: Der Bund will sich mit einem Börsengang wieder von der mit Steuermilliarden geretteten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) trennen.

Deutsche Presse-Agentur dpa 10.06.2015