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Wirtschaft Studie: Fast 800 000 Haushalte von Stromsperre betroffen
Nachrichten Wirtschaft Studie: Fast 800 000 Haushalte von Stromsperre betroffen
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15:32 12.07.2012
Eine Hochrechnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ging für 2011 von rund 600 000 Stromsperren bundesweit aus. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Mainz/Berlin

An Rhein und Mosel seien 36 874 Haushalte im vergangenen Jahr davon betroffen gewesen, berichteten die Verbraucherschützer am Donnerstag in Mainz. Eine Hochrechnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ging für 2011 von rund 600 000 Stromsperren bundesweit aus, bei einer Untersuchung für 2008 aber von rund 800 000.

Diese Zahlen decken sich mit Schätzungen des Bundes der Energieverbraucher. Auch in diesem Jahr dürfte sich die Zahl der von Stromsperren betroffenen Haushalte zwischen 600 000 und 800 000 bewegen, sagte der Vorsitzende Aribert Peters. Gesicherte Zahlen für ganz Deutschland gibt es nach Angaben des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen in Berlin allerdings bisher nicht.

Die Verbraucherzentrale in Rheinland-Pfalz nahm eine Stichprobe unter rund 367 000 Stromkunden und 22 Energieversorgern zur Grundlage - dabei ergaben sich fast 7200 Sperren. Diese rechneten sie auf die Haushalte im Land und auf die in ganz Deutschland hoch. Die Zahl der Stromsperren in Rheinland-Pfalz kletterte der Studie zufolge im vergangenen Jahr um etwa sechs Prozent im Vergleich zu 2010. Die Zahl der Mahnungen habe sich um zwei Prozent erhöht.

Energieversorger kennen das Problem. "Es gab diese Fälle immer. Das hat sich nicht wesentlich gesteigert", sagt die Geschäftsführerin des Landesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (LDEW) Hessen/Rheinland-Pfalz, Michaela Schmidt-Schlaeger. Wer die Stromrechnung nicht bezahlt, erhält eine Mahnung, dann kommt eine weitere Nachfrage und dann informiert der Versorger den Kunden, dass eine Sperre droht. Die Kunden wenden sich dann auch an die Verbraucherzentralen: "Hintergründe sind Krisensituationen, Verlust des Arbeitsplatzes, Tod eines Partners oder psychische Probleme", sagt Antje Kahlheber von der Verbraucherzentrale.

dpa

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