Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft TKMS investiert 250 Millionen Euro in Kiel
Nachrichten Wirtschaft TKMS investiert 250 Millionen Euro in Kiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:34 04.11.2019
Von Frank Behling
So soll die neue Fertigungshalle von TKMS in Kiel aussehen. Quelle: Animation: TKMS
Kiel

Der Schiffbaustandort Kiel wird weiter entwickelt. Der Werftkonzern Thyssen Krupp Marine Systems will bis 2023 in Kiel 250 Millionen Euro in neue Hallen, Kräne und Fertigungsanlagen investieren. Herzstück ist eine große U-Bootbauhalle. Die Werft will bis Ende 2020 außerdem 500 neue Mitarbeiter einstellen. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitsplätze werden in Kiel geschaffen, wo aktuell 2900 Mitarbeiter für TKMS arbeiten. Insgesamt soll die Zahl der Mitarbeiter auf 6000 wachsen. Neben der U-Bootwerft in Kiel sollen auch Standorte in Hamburg und Emden profitieren. "Unser Anspruch ist, Europas modernstes Marineunternehmen zu sein. Mit großen Investitionen machen wir uns fit für die Zukunft", so Werftvorstand Rolf Wirtz.

Diese Rolle spielt das Mehrzweckkampfschiff MKS180 für Kiel

Die neue Schiffbauhalle soll Großsektionen für zukünftige U-Bootprojekte liefern. Wirtz machte auch deutlich, dass der Auftrag für das neue Mehrzweckkampfschiff MKS180 eine große Bedeutung auch für Kiel habe. Bei dem Schiffsprojekt wird befürchtet, dass der niederländische Damen-Konzern die Ausschreibung gewinnt.

Lesen Sie auch: So geht es Schleswig-Holsteins Werften

Bei einer Präsentation an Bord der Fregatte"„Sachsen-Anhalt" wurden außerdem neue Systeme für den Rüstungsmarkt präsentiert. Dazu gehören auch neue Fertigungstechniken, wie zum Beispiel 3D-Drucker für die U-Bootsysteme.

Für die Zukunft setzt die Werft überwiegend auf den Export. Etwa 90 Prozent der Neubauprojekte seien im Export.

Großes Dossier

Alle Nachrichten zu TKMS finden Sie hier.

Das sagt Ministerpräsident Daniel Günther zur Investition von Thyssen Krupp

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach von einem guten Tag für die maritime Industrie in Schleswig-Holstein. Der Standort Kiel werde mit den geplanten Investitionen zu einer der modernsten Marineschiffbauwerften in Europa. Zudem werde die Zukunftsfähigkeit der maritimen Industrie, ganz speziell des Schiffbaus, deutlich. Die Landesregierung unterstütze diesen Industriezweig wo immer möglich.

Die maritime Wirtschaft ist laut Günther einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Allein in Schleswig-Holstein arbeiten in 1800 Unternehmen mehr als 45.000 Menschen. Der Umsatz beträgt jährlich etwa 9,2 Milliarden Euro. Die Zulieferbetriebe sind bundesweit tätig. "Daher brauchen wir diesen Industriezweig dringend bei uns im Land", sagte Günther. Die geplante Investition sei ein ganz starkes Signal auch für die Belegschaft und die Region.

Weitere Nachrichten aus der Wirtschaft finden Sie hier.

Strengere Zugangsregeln für das Onlinebanking und das Bezahlen im Netz sorgen vielfach für Ärger und Verwirrung. So fürchten manche Kunden, dass sie nur noch mit einem aktuellen Smartphone Bankgeschäfte online erledigen können.

Ulrich Metschies 04.11.2019
Wirtschaft Kunden aus SH beschweren sich Digitale Verwirrung beim Online-Banking

Schnell die Empfängerdaten und Betrag eingeben, einer Papierliste die Transaktionsnummer entnehmen, Tan eintippen – und ab geht die Überweisung. Diese Zeiten sind vorbei. Banken setzen seit September eine neue Zahlungsrichtlinie um. Doch in Schleswig-Holstein kommen nicht alle Kunden damit klar.

Ulrich Metschies 04.11.2019

Thyssenkrupp, zuletzt wegen der Konzernausrichtung in den Schlagzeilen, lädt zum Medientag in seine Kieler Werft. Sie gilt als Weltmarktführer beim konventionellen U-Boot-Bau. CEO Rolf Wirtz und Ministerpräsident Günther sind Gäste einer Pressekonferenz.

04.11.2019