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Wirtschaft Schwere Zeiten für Schwertransporter
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08:15 22.04.2016
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Nachtaktion: Ein Schwertransport hat in Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) die Wehraubrücke passiert und biegt nun in einen Kreisel ein. Quelle: Jörg Wohlfromm
Rendsburg

„Die Politik muss handeln, bevor es zum Stillstand kommt“, mahnte Karsten Penner, Werksleiter der Max Bögl Fertigteilwerke aus Osterrönfeld am Donnerstag auf dem gut besuchten Tag der Logistik in Rendsburg.

 Täglich fahren alleine 34 Lkw Sand und Zement ins vor zwei Jahren angesiedelte Unternehmen. Dort werden daraus bis zu 40 Tonnen schwere Bauteile mit einem Durchmesser von bis zu 10,50 Meter für Hybridtürme für Windkraftanlagen gefertigt. Diese Betonringe sollen auf dem Weg zum Kunden nach Möglichkeit per Schiff oder eben per Lkw über die Autobahn transportiert werden.

 Und da fangen nach Angaben von Penner die Probleme an: zu späte Investition in die Straßeninfrastruktur, eine wackelige Genehmigungsplanung und immer wieder überraschende Tagesbaustellen. „Man kann sich bei der Streckenplanung nicht darauf verlassen, dass alles funktioniert und es nicht zu teuren Stehzeiten kommt.“ Sein Lösungsvorschlag: eine zentrale Planungsstelle sowie eine eigene Schwerlasttruppe bei der Polizei. „So fahren wir nur von Hindernis zu Hindernis“, sagte Penner.

 Das unterstreicht auch Andreas Düser von Multilift, einem international agierendem Spezialisten für Schwer- und Großraumtransporte: „Wir müssen große Umleitungen fahren, das kostet sehr viel Zeit und darunter leidet auch unsere Verlässlichkeit gegenüber unserer Kunden“, sagte Düser.

 „Wir wissen, dass wir besser werden können, tragen aber auch nur für einen Teil der Infrastruktur Verantwortung“, entgegnete Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele, sagte aber zu, sich künftig „verstärkt um die Auftragsverwaltung“ kümmern zu wollen. In Zeiten der voranschreitenden Digitalisierung der Logistikbranche sei Verlässlichkeit bei der Planung sehr wichtig. Auch beim Punkt Genehmigung von Schwerlastverkehren und Großraumtransporten räumte Nägele ein: „Die Genehmigungsinfrastruktur muss verbessert werden, daran arbeiten wir bereits.“ Zugleich warb der Staatssekretär um verstärkte Zusammenarbeit mit den Logistikunternehmen im Norden: „Wir brauchen deshalb eine neue Form der Partnerschaft.“

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