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Wirtschaft Caterpillar-Diesel fährt auch mit Erdgas
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12:28 16.08.2019
Von Frank Behling
Umweltpreis der Wirtschaft für Caterpillar und GP Joule. Umweltminister Jan Philipp Albrecht, Martin Petersen (GP Joule), Martin Wermli (Caterpillar) und Philipp Murmann(von links). Quelle: Frank Behling
Kiel

Der erste Preisträger ist rund 160 Tonnen schwer, hat zwölf Zylinder und braucht am Tag gut und gerne 100 Tonnen Kraftstoff. Der von Caterpillar Motoren in Kiel-Friedrichsort entwickelte Dieselmotor MaK M46DF ist ein Kraftpaket, das ideal für die Energiewende ist. Der M46 stammt aus der Dieselmotoren-Familie der M43, die seit fast 20 Jahren in Kiel und Rostock für den weltweiten Einsatz gebaut wurde. 

Doch der Diesel mit dem größeren Zylinderdurchmesser kann nicht nur Dieselöl vertragen. „Wir können bereits heute mit diesem Motor die Schadstoffemissionen drastisch reduzieren, wenn verflüssigtes Erdgas benutzt wird. Damit sind unsere Dual-Fuel-Motoren die saubersten Lösungen, die es heute gibt“, sagte Caterpillar-Chef Martin Wernli bei der Preisverleihung.

In Zukunft Kraftstoff für Schiffe durch Windstrom erzeugen

Beim Blick in die Zukunft bietet dieser Motor auch Potenzial für die Nutzung der Ressourcen aus der Windenergie. „Mit diesem Motor ist auch die Verwendung von synthetischen Kraftstoffen möglich, die im Power-to-Gas-Verfahren hergestellt werden“, so Wernli. Dabei wird aus Windstrom Wasserstoff auf elektrolytischem Wege erzeugt, der dann in Verbindung mit CO2 zu synthetischem LNG gemacht wird. Dieses LNG wäre dann klimaneutral in dem Kieler MaK-Diesel nutzbar.

„Wir danken dabei besonders Aida, die bereit waren, diesen Motor zu wählen“, so Wernli. Nach zehn Jahren Forschung und Entwicklung war 2013 der erste M46DF-Motor für den Einbau in der „Aidaprima“ ausgeliefert worden. „Die Zusammenarbeit zwischen Caterpillar, der Meyer Werft und Aida Cruises zeigt, dass wir gemeinsam zu Innovationen fähig sind“, sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze.

Umweltminister lobt Pioniergeist der Unternehmen

Im Kieler Schloss übergab Philipp Murmann, Vorsitzender der Fördergesellschaft, die Auszeichnung. Die zweite Auszeichnung knüpfte an den Kieler Diesel an. Das Unternehmen GP Joule aus Reußenköge in Nordfriesland erhielt ebenfalls einen Umweltpreis. Das Unternehmen will das heute noch als Brückentechnologie bezeichnete LNG langfristig zu einem Hoffnungsträger machen.

So hat das Unternehmen die Technologie entwickelt, die aus dem Windstrom in Nordfriesland grünen Wasserstoff erzeugt und damit synthetischen Kraftstoff. „Dieser kann dann auch in die neuen Aida-Schiffe getankt werden“, sagte Ove Petersen, der Geschäftführer von GP Joule. 

Umweltminister Jan Philipp Albrecht würdigte beide Unternehmen als Pioniere für den Umweltschutz. „Mit der Neuentwicklung eines Dual-Fuel-Motors ein ganz wichtiger Schritt. Diese Motoren haben auch dazu beigetragen, dass die ’Aidanova’ als erstes Kreuzfahrtschiff mit dem Blauen Engel ausgezeichnet wurde“, so Albrecht. Wenn dieser Motor der nächste Schritt hin zu emissionsfreien Antriebe sei, dann sei das ein gutes Zeichen.

In Papenburg begann bei der Meyer Werft zeitgleich dieser Schritt. Dort wurde am Donnerstag mit dem Bau des nächsten Aida-Schiffes begonnen. Es wird nicht nur vier Motoren aus Kiel bekommen, sondern auch eine Brennstoffzelle, die zusammen mit den MaK-Motoren aus Wasserstoff Strom für das Bordnetz erzeugen wird. Auch das ist weltweit eine Premiere. 

Die Studien- und Fördergesellschaft der Wirtschaft hat die Auszeichnung seit 1984 insgesamt 72 Mal verliehen. „Wir freuen uns über die erfreulich hohe Zahl an Preisträgern, die ein Beleg für die Bedeutung des Umweltschutzes in unseren Betrieben ist“, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Philipp Murmann. Neue Technologien leisteten einen entscheidenden Beitrag zum Umwelt- und zum Ressourcenschutz der Zukunft.

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