Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft Die Bilanz hat einen Makel
Nachrichten Wirtschaft Die Bilanz hat einen Makel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:08 09.02.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
154 Unternehmen haben sich 2016 in Schleswig-Holstein angesiedelt. Quelle: Daniel Reinhardt
Kiel

„Wir bieten gute Standortbedingungen für neue Unternehmen, müssen allerdings noch mehr tun, um auch das produzierende Gewerbe verstärkt in den Norden zu holen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD).

 Konkret bedeute dies, ausreichend große Gewerbeflächen gerade im Abstand von bis zu 20 Kilometer zur Hamburger Stadtgrenze längs der Autobahnen zu schaffen und speziell größere Interkommunale Gewerbeparks zu fördern, betonte Meyer: „Da müssen wir auf Vorrat Flächen schaffen, damit sich mehr produzierendes Gewerbe ansiedeln kann. Für die langfristige Wertschöpfung sind solche Unternehmen sehr wichtig, weil sie viele Arbeitsplätze schaffen.“

 Weil aber größere Flächen derzeit fehlten, hätten sich im vergangenen Jahr speziell kleine und mittlere Betriebe aus den Bereichen Tourismus, erneuerbare Energien oder der digitalen Wirtschaft im Norden angesiedelt, die insgesamt 1374 Arbeitsplätze schaffen wollen – 21 Prozent weniger als im Jahr zuvor mit 1734. „Da müssen wir besser werden, aber das geht nicht von heute auf morgen“, sagte Meyer. Rückendeckung erhofft sich der Minister hier vom breit angelegten Bündnis für Industrie, das am 17. März in Kiel mit Handlungsempfehlungen aufwarten möchte. Insbesondere aufgrund des Wettbewerbs mit Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die ebenfalls im Randbereich um Hamburg herum verstärkt Flächen auswiesen, seien verstärkte gemeinsame Anstrengungen notwendig.

Mittelständisch geprägt

 Seit 2011 sei die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze aufgrund von Unternehmensansiedlungen gesunken. Das Ansiedlungsergebnis spiegele die mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur in Schleswig-Holstein wider, sagte Meyer. Dies sei insbesondere im Bereich der Tourismuswirtschaft sichtbar, sagte WTSH-Geschäftsführer Bernd Bösche. Hier konnte durch neun neue hochwertige Hotelansiedlungen die Zahl der Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr auf 417 gesteigert werden, fast doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor.

Schleswig-Holstein">

 Allein in den vergangenen fünf Jahren konnten demnach aufgrund eines „systematischen Investitionsmanagements“ 17 Hotelprojekte realisiert und 726 Arbeitsplätze geschaffen werden – „unser Service trägt jetzt Früchte“, betonte Bösche. Auch die erneut leicht gestiegene Zahl der Ansiedlungen aus dem Ausland mit nunmehr 16 Unternehmen, darunter acht aus China und drei aus Dänemark, sei eine Bestätigung für die Arbeit der Wirtschaftsförderer im Lande: „Schleswig-Holstein hat sich als Investitionsstandort bei ausländischen Unternehmern als feste Größe etabliert“, sagte Bösche. Insgesamt 1300 ausländische Firmen zählt die WTSH aktuell, die einen Standort im Norden aufgebaut haben.

Wirtschaft Modekollektion von Ivanka Trump - US-Präsident Trump attackiert Kaufhauskette

US-Präsident Donald Trump keilt auf Twitter wegen angeblich „unfairer“ Behandlung seiner Tochter gegen den US-Konzern Nordstrom. Nun wird ihm erneut Amtsmissbrauch vorgeworfen – auch, weil er diesmal zusätzlich den offiziellen Twitter-Account des US-Präsidenten nutzte.

09.02.2017

Im langen Streit um angebliche Vergünstigungen für die Billig-Fluglinie Ryanair am Flughafen Lübeck verkündet der Bundesgerichtshof (BGH) heute ein Urteil. Der Konkurrent Air Berlin will die Hansestadt zwingen, gewährte Vorteile offenzulegen.

Deutsche Presse-Agentur dpa 09.02.2017

Protonet galt als eines der Vorzeige-Start-ups in Deutschland. Über eine Crowdfunding-Kampagne sammelte die Firma 2014 drei Millionen Euro ein. Trotzdem ist Protonet jetzt zahlungsunfähig.

08.02.2017