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Wirtschaft Helios: Verdi prüft Vorgehen nach Absage
Nachrichten Wirtschaft Helios: Verdi prüft Vorgehen nach Absage
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12:16 29.05.2018
Die Gewerkschaft Verdi prüft nach der kurzfristigen Absage ihrer für Dienstag geplanten Warnstreiks an norddeutschen Helios-Kliniken das weitere Vorgehen. Quelle: Arno Burgi
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Kiel/Hamburg/Schwerin

Hintergrund sei eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Kiel, das am Montagabend auf Antrag der Helios-Kliniken eine einstweilige Verfügung gegen Warnstreiks erlassen hat. Die Gewerkschaftsvertreter wollten sich nun zusammensetzen und besprechen, wie es weitergeht.

Das entsprechende Fax sei am Montag um 19.45 Uhr bei Verdi eingegangen, da sei aber niemand mehr im Büro gewesen, sagte Schischefsky. "Wir kannten das Schreiben bis heute morgen nicht." Vielmehr habe die Gewerkschaft durch Zufall in einer anderen Verhandlung in Hamburg erfahren, dass es eine Entscheidung aus Kiel geben soll.

Die Warnstreiks seien daraufhin vorsichtshalber abgesagt worden. "Sonst hätte das für die Beschäftigten ja böse ausgehen können." Die Absage betraf die angekündigten Arbeitsniederlegungen an Standorten in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Schischefsky zeigte sich verärgert, dass das Gericht rein nach Aktenlage entschieden und die Parteien nicht gehört habe. Dabei seien extra Schutzschriften hinterlegt worden, damit dies nicht passiere, sagte der Verdi-Sprecher.

Zu den Warnstreiks waren Mitarbeiter von der Früh- bis zur Spätschicht aufgerufen. Hintergrund sind der Gewerkschaft zufolge die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit Helios Nord. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 4. Juni geplant.

Von lno

29.05.2018
Ulrich Metschies 28.05.2018