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Wirtschaft HSH Nordbank soll 600 Stellen streichen
Nachrichten Wirtschaft HSH Nordbank soll 600 Stellen streichen
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12:53 19.02.2018
Von Ulrich Metschies
Der Eingang zur Zentrale der HSH Nordbank: Hier droht Stellenabbau. Quelle: Daniel Bockwoldt
Kiel.

Während der Countdown für die Privatisierung der HSH Nordbank läuft, kommen immer mehr Fakten zu dem Milliardengeschäft ans Licht. Eine Hiobsbotschaft für die Beschäftigten: Beim Verkauf der Bank an die amerikanischen Finanzinvestoren Cerberus Capital Management und J.C. Flowers werden rund 600 Arbeitsplätze auf der Strecke bleiben. 

Nach Informationen des „Manager Magazins“ sollen von aktuell etwas mehr als 1900 Vollzeitstellen bis zum Jahr 2022 nur 1300 übrig bleiben. „Das wird so kommen“, bestätigte ein Insider KN-online.  Klar wird zudem, dass Hamburg und Schleswig-Holstein einen großen Teil des Schadens durch die Verlustgeschäfte ihrer Bank nicht erst – wie erhofft – in ferner Zukunft begleichen müssen, sondern bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs.

Eine Milliarde Euro für die Nordbank

Nach Informationen von KN-online wollen die Käufer die komplizierte Verlustgarantie über zehn Milliarden Euro auf keinen Fall übernehmen. Stattdessen werden die Länder voraussichtlich den um Zinseffekte korrigierten Gegenwert des noch nicht abgerechneten Teils dieser Garantie von rund 6,2 Milliarden Euro sofort an die Bank auszahlen.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass bis zum 28. Februar ein unterschriftsreifer Vertrag steht“, sagt Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Nach Angaben des Finanzministeriums werden durch das HSH-Debakel fünf bis acht Milliarden Euro neue Schulden auf das Land zukommen. Als Kaufpreis für 100 Prozent der HSH-Aktien wird voraussichtlich eine Milliarde Euro fließen, der Löwenanteil davon an die Länder, denen zusammen knapp 90 Prozent der Bank gehören.

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