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Wirtschaft  Vorstand an Mitarbeiter: <br>"Jammern hilft nicht"
Nachrichten Wirtschaft  Vorstand an Mitarbeiter: <br>"Jammern hilft nicht"
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00:00 28.03.2011
ARCHIV - Ein Rettungswagen fährt über das Gelände des Universitätsklinikums (UKSH) in Kiel (Foto vom 23.04.2010). Die Finanzen sind saniert, nun sollen die Gebäude flottgemacht werden. Darin sind sich alle einig, auch wenn sie sonst über das Universitätsk Quelle: Carsten Rehder
Kiel

Der Info-Brief bezieht sich auf den„Brandbrief“ der Klinikchefs, in dem sie wie berichtet den Wirtschaftsplan 2011 des UKSH „für nicht erfüllbar“ erklärt und die Sicherstellung der „universitären Krankenversorgung“ gefordert hatten.

Jetzt schlägt das Imperium zurück: UKSH-Vorstandschef Prof. Jens Scholz, der kaufmännische Vorstand Peter Pansegrau, und Pflege-Vorstand Christa Meyer mailten den Mitarbeitern, man müsse nun „Wege finden, die Versorgung sicher zu stellen und uns gegen den Verfall unseres UKSH stemmen. Jammern hilft nicht.“ Gleichzeitig betonten sie, es stimme einfach nicht, dass der Wirtschaftsplan um 25 Millionen Euro gekürzt werde. Tatsächlich habe man deutlich mehr Geld eingestellt: „Für den Personalaufwand werden mehr als zwölf Millionen Euro als in 2010 investiert“, auch das Sachmittelbudget sei gestiegen. Hätten im Wirtschaftsplan 2010 noch 427 Millionen im Personalbudget gestanden, so seien für 2011 schon 440 Millionen Euro.

Mit dem Aufbau von 16 Arztstellen, 51 Pflegedienststellen und 57 Funktionsdienststellen sei begonnen worden - „allerdings ist es nicht einfach, diese Stellen auch zu besetzen“, erklärte der Vorstand: zwei Arzt- und 82 Stellen in Pflege- und Funktionsbereich seien noch offen.

Dann aber führte der Brief den Lübecker Chef der Frauenklinik und Ärzlichen Campusdirektor vor: „Es gibt einzelne Kliniken, die immer weniger Patienten versorgen“, dort sei dann auch weniger Personal vonnöten, erklärt der UKSH-Vorstand und verweist auf die Lübecker Frauenklinik unter Prof. Klaus Diedrich - einem der Kritiker des Vorstandskurses. „Im laufenden Vorjahresvergleich hat die Klinik von Herrn Prof. Diedrich so fast zwölf Prozent weniger Patienten versorgt.“

Diedrich wehrt sich: „Das ist falsch“, sagt er, die Patientenzahlen seien an der Klinik um gerade mal rund zwei Prozent gesunken: von 5037 Patienten im Jahr 2009 auf 4902 im vergangenen Jahr. Offenbar bekommt er reichlich Schützenhilfe von seinen Kollegen, die Rede ist von Solidarisierung mit dem Klinikchef. „Wir würden gerne mit dem Ministerpräsidenten reden“, hatten die Klinikärzte gefordert, am Montag, 4. April, ist bereits ein Treffen mit Aufsichtsratsschefin und Wissenschaftsstaatsekretärin Cordula Andreßen (CDU) anberaumt.

„Die Direktoren haben mit ihrer Mahnung Recht,“ räumt der Vorstand ein, „nicht aber einzelne Stimmen, die das Renommee unseres UKSH aus Egoismus in Missskredit bringen.“ Auf dieses „Ruf schädigende Verhalten“, so untermauert der Vorstand seine Kritik, hätte „ein privater Klinikbetreiber ohne Wimpernzucken mit Entlassungen reagiert.“

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