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Wirtschaft Warnstreiks: An welchen Flughäfen wann gestreikt wird
Nachrichten Wirtschaft Warnstreiks: An welchen Flughäfen wann gestreikt wird
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10:06 15.01.2019
An acht deutschen Flughäfen will das Sicherheitspersonal am Dienstag streiken – mit massiven Auswirkungen für Reisende ist zu rechnen. Quelle: Holger Hollemann/dpa
Frankfurt/Hamburg/München

Zehntausende Fluggäste werden an diesem Dienstag gegen ihren Willen am Boden bleiben: An acht deutschen Flughäfen will das Sicherheitspersonal mit Warnstreiks der Forderung nach steigenden Löhnen und einer bundesweit einheitlichen Bezahlung Nachdruck verleihen.

Begonnen hat der Warnstreiktag nach den Plänen der Gewerkschaft Verdi um Mitternacht an den Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen. Dort soll das Sicherheitspersonal den ganzen Tag nicht arbeiten.

In der Zeit von 2 Uhr bis 20 Uhr sind dann am größten deutschen Airport in Frankfurt/Main etwa 5000 Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen, die dort für die Kontrolle von Passagieren und Fracht zuständig sind.

An dem Arbeitskampf beteiligen wollen sich zudem Beschäftigte an den Flughäfen Dresden, München, Leipzig/Halle und Erfurt. Hunderte Flügen werden ausfallen, der Flughafenverband ADV erwartet, dass mindestens 220.000 Passagiere betroffen sein werden.

Verdi und die Gewerkschaft DBB, die für Frankfurt ebenfalls zum Warnstreik aufgerufen hat, fordern in der laufenden Tarifrunde eine einheitliche Bezahlung für die Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den Flughäfen. Bislang sind die Stundenlöhne in der Branche regional sehr unterschiedlich geregelt.

Überblick über die angekündigten Warnstreiks

Frankfurt: Die Streiks an Deutschlands größtem Flughafen werden von 2 Uhr früh bis 20 Uhr stattfinden.

München: Am zweitgrößten Flughafen wird von 3.30 Uhr bis 20 Uhr gestreikt.

Hannover und Bremen: Auch hier sind ganztägige Streiks angekündigt, allerdings noch keine genauen Zeiten bekannt.

Leipzig/Halle: Hier legen die Beschäftigten von 4 Uhr früh bis 18 Uhr die Arbeit nieder.

Dresden: Gestreikt wird von 3 Uhr bis 21 Uhr

Erfurt: Streik von 6 Uhr bis 22 Uhr

Hamburg: Hier hat die Gewerkschaft zum Streik von 0 Uhr bis 24 Uhr aufgerufen.

Nach Angaben des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) sind von den bundesweit 23.000 Beschäftigten der Branche etwa 19.000 von den laufenden Tarifverhandlungen betroffen. Eine Fortsetzung der Verhandlungen ist für den 23. sowie 24. Januar in Berlin vereinbart.

Lesen Sie auch: Was Passagiere über die Flugausfälle wissen müssen 

Von RND/dpa/jw

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