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Wirtschaft Acht Millionen Euro für Dorschfischer
Nachrichten Wirtschaft Acht Millionen Euro für Dorschfischer
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20:03 11.11.2016
Von Reinhard Zweigler
Lange wurde gestritten, doch nun steht die endgültige Höhe der Finanzhilfen für die Ostseefischer fest, die von der dramatisch gekürzten Dorschfangquote betroffen sein werden. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Berlin

Der Haushaltsausschuss des Bundestages gab jetzt einer Aufstockung der Bundesmittel um zwei auf 4,2 Millionen Euro im nächsten Jahr seine Zustimmung. Weil aus dem EU-Meeres- und Fischereifonds die gleiche Summe dazukommen wird, verdoppeln sich die Finanzhilfen der öffentlichen Hand auf insgesamt 8,4 Millionen Euro.

„Für alle Fischer, die ihre Kutter aufgrund der drastischen – aber zum Bestandserhalt des Dorsches in der westlichen Ostsee unbestritten notwendigen – Absenkung der Fangquote um 56 Prozent ganz oder teilweise stilllegen wollen oder müssen, steht nun doppelt so viel Geld des Bundes bereit, wie vom Bundeslandwirtschaftsminister ursprünglich vorgesehen war“, zeigten sich die Haushaltspolitiker Bettina Hagedorn (SPD) sowie Eckhardt Rehberg (CDU) zufrieden. Ursprünglich hatte das Ministerium 2,2 Millionen Euro an Mitteln des Bundes für „auskömmlich“ gehalten. Das wäre genau so viel wie in den Jahren zuvor gewesen.

Nun könnten die betroffenen Ostseefischer bis 2018 „sicher planen“, meinten die Haushälter. Mit den zugesagten Hilfen ist zugleich die Hoffnung verbunden, dass die große Mehrheit der Fischer ihre Kutter nicht endgültig abwrackt, sondern nur befristet stilllegt. Solche befristeten Stillegungen sollen in Blöcken von jeweils zehn Tagen vorgenommen werden können. Und dies im Zeitraum bis Ende Januar sowie von April bis Juni. Innerhalb dieser Zeiträume sollen die Fischer frei wählen können, wann sie nicht mit ihren Kuttern zum Fang hinausfahren. Sie sollen dann einen Ausgleich für diese Tage erhalten, hieß es in Berlin.

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