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Wirtschaft Habeck will Gewässer besser schützen
Nachrichten Wirtschaft Habeck will Gewässer besser schützen
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12:08 28.02.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Auf mehr als der Hälfte der Landesfläche Schleswig-Holsteins sollen künftig strengere Regelungen beim Düngen mit Gülle & Co gelten.
Kiel.

Bis zum 29. März läuft das Anhörungsverfahren, bis dahin können Stellungnahmen abgegeben werden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. „Wir beziehen in Schleswig-Holstein unser Trinkwasser vollständig aus dem Grundwasser. Gerade deshalb ist Grundwasserschutz für das Land so wichtig“, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Es gehe „kein Weg daran vorbei“, Einträge von Nitrat ins Grundwasser und von Phosphat in die Seen zu reduzieren. Deshalb werde jetzt in Regionen, in denen Gewässer belastet seien, sogenannte Gebietskulissen für Nitrat und Phosphat ausgewiesen, – zusätzlich und zur Konkretisierung der bundesweit geltenden Düngeverordnung, sagte der Minister: „Wir wissen, dass wir vor allem auf dem Geestrücken eine zu hohe Viehdichte haben“, sagte Habeck.

Etwa 51 Prozent der Landesfläche sollen demnach künftig unter die strengere Verordnung fallen, weil dort eine zu hohe Nitratkonzentration im Grundwasser (über 50 Milligramm pro Liter) gemessen wurde. Dies sind laut Ministerium zumeist die sandigen Regionen in Schleswig-Holstein. 13 Prozent der Landesfläche, zumeist Einzugsgebiete um Seen, sind ebenfalls durch die Verordnung erfasst, weil dort zu hohe Phosphateinträge aus landwirtschaftlichen Quellen nachgewiesen wurden, die zur Algenblüte führen. Beide Flächen überschneiden sich zum Teil.

Landwirte müssen, so sieht es der Verordnungsentwurf vor, in den gekennzeichneten Gebieten künftig die Nährstoffgehalte von Gülle und Gärrückständen exakt bestimmen lassen. Zudem muss die Düngung dort spätestens am 15. Oktober beendet sein. Auf unbestellten Ackerflächen soll Düngemittel innerhalb einer Stunde eingearbeitet, zum Teil auch deutlich reduziert werden.

Als „weitere Verkomplizierung der Situation“ bezeichnete Stephan Gersteuer vom Landesbauernverband die Landesverordnung: „Insgesamt ist das im Rahmen des Möglichen vernünftig, aber die Düngeverordnung des Bundes ist zu scharf gefasst.“ Zurückhaltend äußerte sich der Nabu: „Notwendig ist dieses Verordnung auf jeden Fall. Es wird sich aber wohl erst in einigen Jahren zeigen, ob die neuen Regelungen tatsächlich zu einer Verbesserung der Wasserqualität führen“, sagte Geschäftsführer Ingo Ludwichowski.

 Mehr: www.schleswig-holstein.de/duengeverordnung

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