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Wirtschaft Fregatte "Baden-Württemberg" abgeliefert
Nachrichten Wirtschaft Fregatte "Baden-Württemberg" abgeliefert
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13:39 30.04.2019
Von Frank Behling
Foto: Die Fregatte "Baden-Württemberg" wurde an die Bundeswehr ausgeliefert.
Die Fregatte "Baden-Württemberg" wurde an die Bundeswehr ausgeliefert. Quelle: Frank Behling
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Wilhelmshaven

Mit einem kleinen Zeremoniell erfolgte im Marinestützpunkt Wilhelmshaven die Übergabe. Die Flagge der Werften der ARGE F125 wurden eingeholt und die neue Dienstflagge gehisst. Damit wurde erstmals seit 13 Jahren wieder eine neue Fregatte an die Bundeswehr ausgeliefert. 

Die "Baden-Württemberg" ist jetzt im Besitz des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Die Behörde bereitet das neue Schiff jetzt auf die feierliche Indienststellung bei der Marine Anfang Juni vor.

Marine braucht diese Schiffe dringend

"Nach Indienststellung steht der Deutschen Marine damit eines der weltweit modernsten und technologisch führenden Schiffe zur Verfügung", teilt ein Sprecher der Arbeitsgesellschaft ArgeF125 auf Anfrage mit. Es ist geplant, die Schwesterschiffe "Nordrhein-Westfalen", "Sachsen-Anhalt" und "Rheinland-Pfalz" jetzt ebenfalls zügig an die Bundeswehr auszuliefern. "Wir brauchen diese Schiffe dringend", sagte Vizeadmiral Rainer Brinkmann, der Befehlshaber der Flotte und Stellvertreter der Inspekteurs der Marine bei der Kiellegung der Korvette "Köln" am Donnerstag.

"Die von Grund auf neu konzipierten Schiffe der Klasse F125 weisen mit ihren rund 28000 hochkomplexen Systemen und Sensoren einen sehr hohen Automatisierungsgrad auf, der es ermöglicht, die Besatzungsstärke im Vergleich zu vorherigen Fregattenklassen zu halbieren", so ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft F125.

Ablieferung mehrfach verschoben

Die Ablieferung der 2007 bestellten "Baden-Württemberg" war eigentlich am 31. März 2016 geplant. Beim Bau traten jedoch verschiedene Probleme auf, die den Zeitplan platzen ließen. Das Schiff musste mehrfach an die Werft nach Hamburg zurückkehren.

 Die Schiffe der Klasse 125 können bis zu zwei Jahre in einem Einsatzgebiet verbleiben. Das nur von 120 Soldaten gefahrene Schiff ist jetzt mit einer Verdrängung von 7000 Tonnen das größte deutsche Kampfschiff.

Die Arge F125 setzt sich aus den Werften ThyssenKrupp Marine Systems aus Kiel als dem federführenden Unternehmen und der Bremer Fr. Lürssen Werft zusammen. Der Bau der Schiffe war auf drei Werften in Bremen, Wolgast und Hamburg verteilt worden.