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Wirtschaft "Wir lernen hier, sauber zu arbeiten."
Nachrichten Wirtschaft "Wir lernen hier, sauber zu arbeiten."
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07:00 28.06.2018
Von Anne Holbach
Foto: Die drei Auszubildenden Cedric Sporleder (von links), Lajos Weingarten und Robert Steen mit ihren Praktikanten Marc-Daniel Lose, Ahmet-Can Alsan und Maurice Hertwich.
Die drei Auszubildenden Cedric Sporleder (von links), Lajos Weingarten und Robert Steen mit ihren Praktikanten Marc-Daniel Lose, Ahmet-Can Alsan und Maurice Hertwich. Quelle: Sven Janssen
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Kiel

Die IG Metall Küste und Nordmetall wollen benachteiligten Jugendlichen den Weg in den Beruf ebnen. Dafür haben Gewerkschaft und Arbeitgeberverband einen 200.000 Euro schweren Fonds namens „Perspektive Berufsausbildung“ aufgelegt. Als Erstes profitiert ein Projekt des Kieler Automobilzulieferers GKN Driveline und den Förderzentren Lilli-Nielsen-Schule und Ellerbeker Schule davon.

„Wir haben hier gelernt, geduldig und sauber zu arbeiten“, sagt Ahmet Can Alsan. Ein Halbjahr lang kam der 17-Jährige jeden Mittwoch mit fünf anderen Jugendlichen in die GKN-Ausbildungswerkstatt. Gemeinsam schnitten sie Dreiecke aus Metall, feilten und entgrateten, bis am Ende Tischuhren fertig waren. „Das war schon eine Nummer höher als in der Schule“, sagt Maurice Hartwig (17).

Jugendliche, die nicht auf der Sonnenseite stehen

IG-Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken lobt die soziale Verantwortung des Betriebes. „Wir wollen mit solchen Projekten jungen Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens aufgewachsen sind, die Chance geben, sich weiter zu entwickeln.“

Das Herz der Wirtschaft könne nur schlagen, wenn es genügend Fachkräfte gebe, fügt Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch hinzu: „Wir brauchen Auszubildende. So können wir benachteiligten Jugendlichen eine Perspektive auf einen Job verschaffen und helfen, Schwierigkeiten zu überwinden.“