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05:00 12.03.2019
Die Bewegung hat einen unumstrittenen Nutzen für unsere Gesundheit. Quelle: A. Rochau - stock.adobe.com
Hannover

150 Minuten Bewegung in der Woche reichen schon aus, um Erkrankungen am Herz vorzubeugen. Ob nun Herz-Kreislauf, Psyche oder Knochen und Sehnen: Die Bewegung hat einen unumstrittenen Nutzen für unsere Gesundheit. „Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat Bewegung eine Effektstärke, die durchaus mit Medikamenten vergleichbar ist“, erläutert der Leiter der Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln, Professor Wilhelm Bloch.

Ausdauersport ist für das Herz wichtig

Auch ältere Menschen profitieren gesundheitlich erheblich, wenn sie in ihren Alltag mehr körperliche Bewegung integrieren. „Es reicht nicht, nur zum Yoga zu gehen“, sagt Professor Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Yoga kann man zusätzlich machen, aber wichtig fürs Herz ist Ausdauersport“. Sinnvoll seien Joggen, Fahrrad fahren oder auch Walken zum Beispiel. Dabei zählt jeder Schritt. Doch besonders für jüngere und gesunde Menschen gilt: Ist die Belastung immer nur gering wie bei einem gemütlichen Spaziergang, stellt sich kein wirklicher Trainingseffekt ein. Daher sollte sie nach und nach ein wenig erhöht werden – zum Beispiel, indem man die Schritte beim Spazierengehen beschleunigt.

Allgemein gilt: Körperlich aktive Menschen erleiden weniger Herzinfarkte, unabhängig von anderen Faktoren.

Bewegung schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bewegung zählt zu den besten Möglichkeiten, um sich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen. Wichtig ist, den persönlich passenden Ausdauersport zu finden. Hier ein Überblick über die gängigsten Sportarten:

Walking: Die sportliche Variante des Gehens zeichnet sich durch einen aktiven Armeinsatz und eine höhere Schrittfrequenz aus. Vorteil: Das flotte Gehen ist gelenkschonend, kann überall ohne große Vorbereitung ausgeübt werden und ist auch für Anfänger geeignet.

Nordic Walking: Bei der nordischen Version des Walkens werden – in Anlehnung an den Skilanglauf – Stöcke benutzt. Vorteil: Durch den Stockeinsatz werden rund 90 Prozent der Muskeln trainiert und gleichzeitig Schulter-, Rücken- und Brustmuskeln gestärkt.

Joggen: Regelmäßiges Laufen gilt als idealer Ausdauersport. Allerdings belastet Joggen die Gelenke sowie den Beckenboden und ist daher nicht für jeden geeignet. Vorteil: Loslaufen kann man überall und ohne große Vorbereitungen. Laufen ist ein guter Stresskiller – und punktet durch hohen Energieverbrauch.

Radfahren: Vom gemütlichen Radeln über Mountainbiketouren bis hin zum Radrennen – beim Radsport kann jeder seine passende Variante finden. Vorteil: Das Rad trägt einen Großteil des Körpergewichts, daher ist Radfahren gelenkschonend und somit als Einstiegssport für Übergewichtige geeignet. Außerdem ist der Sport sehr abwechslungsreich, weil auch längere Strecken durch unterschiedliche Umgebung in den Trainingsplan integriert werden können.

Schwimmen: Ob im Schwimmbad, See oder Meer – schwimmen ist außerordentlich gesund. Allerdings bedarf es einiger Planung. Vorteil: Schwimmen ist gelenkschonend durch den Wasserauftrieb, hat einen hohen Trainingseffekt durch den Wasserwiderstand – und die Koordination wird auch trainiert.

Intensität des Ausdauersportes entscheidet Arzt

Mit welcher Intensität die jeweilige Ausdauersportart als Herzsport betrieben werden sollte, lässt sich nicht in Faustformeln angeben, sondern ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und sollte deshalb gemeinsam mit dem behandelnden Arzt ermittelt werden. Generell gilt, dass man eher eine moderate Trainingsintensität mit mittleren Pulswerten anstreben sollte – ins Schwitzen zu geraten ist erwünscht, auch die Belastung sollte körperlich gespürt werden, aber man sollte sich noch unterhalten können, rät die Deutsche Herzstiftung.

Von RND

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