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Wissen Bericht des Weltklimarats: Das sind die Kernaussagen
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15:00 08.08.2019
Klimakiller: Dampf steigt aus den Kühltürmen und Schornsteinen des RWE-Braunkohlekraftwerks Niederaußem. Quelle: Oliver Berg/dpa
Genf

Der Weltklimarat IPCC hat am Donnerstag in Genf einen mahnenden Sonderbericht zu Klimawandel und Landflächen vorgestellt. Hier die wichtigsten Fakten und Forderungen:

Die bereitgestellte Menge an Pflanzenölen und Fleisch für die Menschen hat sich seit 1961 pro Kopf mehr als verdoppelt. Es werden zudem für jeden Menschen im Durchschnitt rund ein Drittel mehr Kalorien hergestellt.

Zugleich gehen derzeit 25 bis 30 Prozent aller Nahrungsmittel verloren oder werden verschwendet.

Veränderungen des Konsumverhaltens haben dazu geführt, dass heute rund zwei Milliarden Erwachsene übergewichtig oder fettleibig sind. Schätzungsweise 821 Millionen Menschen sind immer noch unterernährt.

Von 1961 bis 2013 ist der Anteil der Trockengebiete, die von Dürren betroffen sind, im Schnitt um etwas mehr als 1 Prozent pro Jahr gestiegen.

Seit dem vorindustriellen Zeitalter (1850-1900) bis zum Zeitraum 2006-2015 ist die mittlere Lufttemperatur auf den Landoberflächen im Schnitt um 1,53 Grad Celsius gestiegen. Zählt man Ozeane und Land zusammen, dann stieg sie in diesem Zeitraum im Schnitt um 0,87 Grad.

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Die Vegetation in Asien, Europa, Südamerika, dem mittleren Nordamerika sowie Südostaustralien ist nach Satellitenbeobachtungen in den vergangen drei Dekaden grüner geworden, weil es dort eine größere Masse an Photosynthese treibenden Pflanzen gibt (Photosynthese betreiben etwa Blätter, wenn sie mit Hilfe von Licht Kohlendioxid,CO2, in Zucker umwandeln). Gründe dafür sind unter anderem längere Vegetationsperioden und die landwirtschaftliche Bearbeitung von Flächen.

Im nördlichen Eurasien, in Teilen Nordamerikas, Zentralasiens und dem Kongobecken wird die Vegetation wegen Wasserknappheit brauner.

Der Klimawandel wirkt sich bereits jetzt schon auf die Nahrungsmittelsicherheit aus – etwa durch Erwärmung, Änderung der Niederschlagsmuster und eine höhere Frequenz einiger Extremwetter.

Landwirtschaft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung (AFOLU) waren von 2007 bis 2016 für 23 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten Netto-Ausstöße von Treibhausgasen verantwortlich. Beim Kohlendioxid waren es rund 13 Prozent, beim Methan 44 Prozent und beim Lachgas (Distickstoffmonoxid) 82 Prozent.

Mit der Erderwärmung wird die Häufigkeit, Stärke und Dauer von Klimaereignissen in Verbindung mit Hitze, wie etwa Hitzewellen, im 21. Jahrhundert steigen.

Vor allem in der Mittelmeerregion sowie im südlichen Afrika werde es häufiger zu Dürren kommen, in vielen Regionen werde es zudem häufiger extreme Regenfälle geben.

Durch Änderungen im Ernährungssystem – von der Nahrungsmittelproduktion bis zum Verbrauch – kann sich die Menschheit an den Klimawandel anpassen und ihn abschwächen.

Eine ausgewogene Ernährung, die auf Pflanzen sowie auf nachhaltig produzierten Tierprodukten basiert, kann zur Anpassung an den Klimawandel und seiner Milderung beitragen. Zugleich ergeben sich gesundheitliche Vorteile für den Menschen. Wenn weniger Lebensmittel verschwendet werden, sinkt auch der Ausstoß von Treibhausgasen.

Von RND/dpa

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