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14:12 11.03.2019
Wetterfühlige Menschen leiden bei Temperaturschwankungen häufig unter Kopfschmerzen. Quelle: Oliver Killig/dpa
Hannover

Wenn das Wetter umschlägt, muss sich der Körper erstmal an die Temperaturschwankungen gewöhnen. Manchen Menschen fällt das leicht, andere reagieren hingegen sehr empfindlich auf den Umschwung. Dann ist die Rede von Wetterfühligkeit, die sich negativ auf das Wohlbefinden auswirkt. Betroffene Menschen haben häufig aber auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Wie entsteht Wetterfühligkeit?

Die Veränderung des Luftdrucks beim Wetterumschwung ist eine große Belastung für den Körper. „Der Körper ist grundsätzlich sehr anpassungsfähig, jedoch setzen ihn Temperaturschwankungen unter enormen Stress“ sagt Prof. Dr. Andreas Matzarakis vom Zentrum der Medizin-Meteorologischen Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). So kann sich der Organismus nicht schnell genug an die neuen Bedingungen gewöhnen. Das wechselhafte Wetter kann dann niedrigen Blutdruck und somit auch körperliche Beschwerden verursachen.

Welche Symptome haben Menschen bei Wetterfühligkeit?

Der Wetterwechsel wirkt sich bei empfindlichen Menschen vor allem auf das Wohlbefinden aus: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Kreislaufprobleme sind häufige Beschwerden. In härteren Fällen beklagen sich Betroffene über Migräneanfälle und Gelenkschmerzen. Die Stimmung ist bei wetterfühligen Menschen wegen diesen gesundheitlichen Problemen auch oft gereizter.

Wer reagiert besonders empfindlich auf den Wetterwechsel?

„Bei Menschen mit Krankheiten wie Asthma und Rheuma kann das wechselhafte Wetter ihre Symptome wie Atembeschwerden und Gelenkschmerzen intensivieren“, warnt der Medizin-Meteorologe. Auch Frauen über 60 Jahren klagen oft über körperliche Beschwerden. Bei Menschen mit niedrigem Blutdruck treten beim Wetterwechsel zudem häufiger Kreislaufprobleme auf.

Was hilft gegen Wetterfühligkeit?

Wichtig ist vor allem, den Körper abzuhärten und ihn an die neuen Wetterbedingungen zu gewöhnen. Dabei genügt es meist schon, wenn man täglich 30 bis 45 Minuten im Freien verbringt – auch bei Wind und Regen, betont Matzarakis: „Wetterempfindliche Menschen meiden für gewöhnlich Spaziergänge während eines Wetterumschwungs, weil sie sich bei Zimmertemperaturen zwischen 18 und 22 Grad vermeidlich wohler fühlen. Das wirkt sich allerdings eher negativ aus, weil der Körper die Kältereize für starke Abwehrkräfte braucht.“

Um die Blutgefäße zu trainieren und den Organismus zu stärken, helfen Kneipp-Anwendungen und Wechselduschen. Denn auch so kann man die Kältereize gezielt hervorrufen. Auch ein Saunagang zahlt sich aus: Schon ein Besuch pro Woche stärkt das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System. Bei der Ernährung sollte der Hormonproduktion zuliebe zudem auf viel Frischkost wie Obst und Gemüse gesetzt werden – und dafür weniger Fleisch gegessen werden.

Wetterfühlige Menschen können sich bei einem Online-Tool des DWD über mögliche wetterbedingte Beeinträchtigungen ihres Wohlbefindens informieren.

Von RND/bk

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