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13:29 12.07.2019
2019 darf es auf Festivals auch etwas schlichter sein: Der „All Black“-Look liegt im Trend. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Hannover

Sonderkollektionen, Influencer-Events und Street-Style-Galerien: Spätestens seit dem Coachella-Festival ist bekannt, dass es bei Festivals längst nicht mehr nur um Party und Musik geht, sondern mindestens genauso sehr um Mode. „Da spielen Erlebniskultur und jugendliches Ansehen eine große Rolle – und das bedeutet außerordentliche Outfits“, weiß Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln. Er erklärt, wie sich diese Attribute in der Festivalmode 2019 äußern und wieso wir zu bestimmten Trends neigen.

Festivalsaison 2019: Wieso steht Mode auf Festivals im Fokus?

„Grundsätzlich ist Festivalmode ein Spiegelbild der allgemeinen Trends“, so Müller-Thomkins. „Sie steht durch die digitale Welt nur mehr im Fokus.“ Zum einen präsentieren Influencer ihre Outfits in sozialen Medien und werden so zu einem Vorbild, zum anderen seien Festivals eine wichtige menschliche Begegnungsebene geworden. Die Offenheit, die man dort an den Tag lege, äußere sich in der Kleidung beispielsweise durch viel nackte Haut. „Dennoch gilt: Nichts ist in der Mode so, wie es einmal war. Trends wie die Hippie-Kultur kommen zwar gewissermaßen wieder, doch sie drücken sich in anderen Formen und Farben oder anderen Materialien aus“, erklärt Müller-Thomkins.

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Der Denim-Trend: Dieser Jeans-Look ist angesagt

Obwohl der Jeans-Look immer wieder die Runde macht, stieg die Nachfrage 2019 im Vergleich zur Vorsaison um ganze 16 Prozent. Auch beim diesjährigen Coachella gab es viele Prominente, die man in Denim sah, zum Beispiel Stefanie Giesinger, Kylie Jenner und Winnie Harlow. Der von den 80ern und 90ern inspirierte Look macht sich in Jacken und Westen bemerkbar, äußert sich aber insbesondere in kurzen Hosen, den Hotpants. „Sie wirken durch hüfthohe Schnitte leger“, so Müller-Thomkins.

Ein weiterer möglicher Grund für den Hype um den Stoff: Die Herstellung der ausgeblichenen Jeans kommt durch neue Waschverfahren und Lastertechnik ohne hautschädliche und wasserverschmutzende Chemie aus, berichtet die Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ (Ausgabe 24/2019).

Ein weiteres Must-have auf Festivals 2019: Fransen

Die Nachfrage von Kleidung mit Fransen ist im Vergleich zum Vorjahr um 146 Prozent gestiegen. „Sie wirken lässig und zerrissen und sind zum Beispiel an Oberteilen oder Taschen zu finden“, weiß Müller-Thomkins. Besonders beliebt sei die klassische Bikerjacke. „Der Cowboy-Stil wirkt wild und cool.“

Und es sieht aus, als würde uns der Look noch eine Weile begleiten: Guido Maria Kretschmer stellte kürzlich in Zusammenarbeit mit OTTO seine neue Herbst- und Winterkollektion für die kommende Saison auf der Mercedes-Benz-Fashion-Week in Berlin vor. In der Linie zeigte er Details der 1920er und 1930er Jahre, darunter auch glitzernde Fransen.

Der Batik-Trend feiert sein Comeback auch auf Festivals

Mysteriöse Muster, Kreise, Linien und Figuren: Batik ist vor allem als einstiges Lieblingsmuster der Hippies und 90er-Techno-Fans bekannt. „Es kommt aus der Zeit, in der man seine Jeans noch selbst bleachte“, erklärt Müller-Thomkins. „Das ist sowohl lässig als auch selfmade und passt deshalb zum Beispiel hervorragend zu Löchern in der Hose.“

Einen Unterschied zu damals gibt es aber: Die früher grellen Farben werden durch zurückhaltendere Kombinationen ausgetauscht. Dadurch wird das Muster neu interpretiert: Labels wie Proenza Schouler und Altuzzara setzen beispielsweise auf den eleganten Batik-Look.

Auf Festivals auf Klassiker der Mode zurückgreifen: Black and White

Sowohl schwarze als auch weiße Kleidung erfuhr nach dem Coachella einen rapiden Nachfrageanstieg, nachdem Prominente wie Selena Gomez und Nina Dobrev im einfarbigen Look erschienen. „Eindeutige Farben spielen in den Farbwelten der Festivals dieses Jahr eine große Rolle“, weiß Müller-Thomkins. „Viele entscheiden sich für einen Look komplett in schwarz oder weiß.“ Manch einer setze aber auch Akzente mit einem schlichten Outfit, das durch ein buntes Oberteil aufgewertet werde.

Der Sommer wird wild: Mit dem Animal-Print Akzente setzen

„Ob Tiger-, Leoparden- oder Schlangenmuster: Beim Animal-Print geht es um die Anmutung der Natur“, erklärt der Experte des Deutschen Mode-Instituts. Außerdem wirke der Look jugendlich und wild. Wer das nicht auffällig genug findet, kann auch auf bunte Versionen der Muster zurückgreifen, um Akzente zu setzen – ganz wie in den 70ern.

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Festivalsaison 2019: Accessoires bleiben ein Thema

„Der Bereich der Accessoires bleibt, ähnlich wie im Vorjahr, voll von Strohhüten, seidenen Kopftüchern, also Bandanas, und Sonnenbrillen“, so Müller-Thomkins. „Auch naturnahe Extras wie Blumenkränze sind 2019 angesagt.“ Dabei gehe es ebenso weniger um Musik als um Lebenskunst.

Als neues Trend-Accessoire gelten Kaurimuscheln und Bauch- oder Hüfttaschen. Letztere werden teilweise sogar als Giveaway auf Festivals verschenkt.

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Welche Trends haben es nicht ins Jahr 2019 geschafft?

Einige Modeerscheinungen sind zwar ähnlich geblieben – andere hingegen haben wir hinter uns gelassen. „Der traditionelle Federschmuck der amerikanischen Ureinwohner ist eher im Jahr 2018 beliebt gewesen“, weiß Müller-Thomkins. „Auch bunte Farben und Blumen-Prints werden 2019 viel dezenter eingesetzt. Ein Kleid, das zum Beispiel von oben bis unten mit einem Blumenmuster übersät ist, ist heutzutage nicht mehr modern.“

Von RND/Jessica Orlowicz

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