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Wissen Selbstheilungskräfte stecken in jedem
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10:56 25.02.2019
Bei Schnittwunden lässt sich bei der Selbstheilung zusehen. Quelle: Fotolia
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Hannover

Selbstheilungskräfte stecken in jedem. Das ist von Natur aus so. Der „innere Doktor“ ist fürsorglich – und rund um die Uhr im Einsatz. Wer sich versehentlich in den Finger geschnitten hat und blutet, kann beobachten, wie sich die Wunde mit der Zeit – ganz von allein – zusammenzieht und schließlich heilt.

Die innere Einstellung unterstützt die Genesung

Der Körper schüttelt auch die lästige Erkältung ab, er lässt selbst gebrochene Knochen wieder zusammenwachsen. Ein Großteil der Erkrankungen heilt nach Ansicht von Medizinern von selbst aus.

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Das heißt aber natürlich nicht, dass man bei Beschwerden oder Krankheiten nicht mehr zum Arzt gehen sollte. Selbstheilungskräfte werden auch durch den Zuspruch des Arztes stimuliert.

Die innere Einstellung spielt nicht nur bei der Genesung eine Rolle, sondern ist auch entscheidend dafür, ob jemand krank wird oder nicht. Das belegen Studien der Psychoneuroimmunologie, die sich mit dem Zusammenwirken von Seele und Körperabwehr beschäftigt. Der amerikanische Psychologe Sheldon Cohen wies unter anderem nach, dass Menschen, die mehr Freunde, dafür aber weniger Stress haben, weniger anfällig für Erkältungen sind.

Das Gehirn aktiviert die Selbstheilungskräfte

Aber wie stellt es der Körper an, sich selbst zu heilen? Der komplexe menschliche Organismus wird vom Gehirn gesteuert. Es regelt das Herz-Kreislauf-System, den Hormonhaushalt sowie das Nerven- und das Immunsystem.

Sobald das Hirn ein Signal bekommt, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, aktiviert es die Selbstheilungskräfte – ohne dass der Mensch es merkt. Selbstheilungskräfte stoßen aber auch an ihre Grenzen. Wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, zum Beispiel Insulin oder Schilddrüsenhormone zu produzieren, dann nützt der innere Arzt wenig.

Von Sabine Meuter/RND