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Wissen Teile der abgestürzten Sojus-Rakete gefunden – Alexander Gerst twittert zur Notlandung
Nachrichten Wissen Teile der abgestürzten Sojus-Rakete gefunden – Alexander Gerst twittert zur Notlandung
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10:07 12.10.2018
Rettungsmannschaften stehen neben der notgelandeten russischen Sojus-Kapsel in der Steppe von Kasachstan. Quelle: Tass/dpa
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Baikonur

Nach dem Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete haben Suchmannschaften ein abgestürztes Trümmerteil in der Steppe von Kasachstan gefunden. Der Absturz habe niemanden verletzt, sagte ein Vertreter des kasachischen Zivilschutzes am Freitag in der Hauptstadt Astana. Der Fundort liege 40 Kilometer von der Stadt Dscheskasgan entfernt. In der Nähe der Stadt war am Donnerstag auch eine bemannte Kapsel mit den Raumfahrern Alexej Owtschinin und Nick Hague sicher notgelandet. Sie hatten eigentlich zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollen.

Ihre Rakete entwickelte aber kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur Probleme und zerlegte sich in ihre Einzelteile. Eine Kommission der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sucht nach der Ursache des ersten derartigen Unfalls seit 1975. Bemannte Starts mit der Sojus-Trägerrakete wurden vorerst ausgesetzt. Der geplante Start eines Raumfrachters mit der Sojus wurde von Ende Oktober auf Mitte Dezember verschoben. Owtschinin und Hague blieben bei der Notlandung unverletzt. Sie wurden am Freitag von Baikonur nach Moskau geflogen, um im russischen Kosmonautenzentrum untersucht zu werden.

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Gerst ist erleichtert, dass es Raumfahrern gut geht

Alexander Gerst hatte sich nach der Notlandung erleichtert gezeigt. Schön, dass es unseren Freunden gut geht“, schrieb er am Donnerstag wenige Stunden nach dem Vorfall auf Twitter. Er dankte den Such- und Rettungsteams für ihre Arbeit. Der heutige Tag habe wieder gezeigt, „was für ein tolles Fahrzeug die #Sojus ist“, die die Besatzung vor den Folgen eines solchen Fehlers bewahren könne.

„Raumfahrt ist schwer“, ergänzte Gerst. Die Mühen seien aber wichtig für das Wohl der Menschheit. Gerst hat derzeit das Kommando auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Sojus hatte am Nachmittag dort andocken sollen. Die beiden Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague waren nach dem Zwischenfall nach Angaben der Nasa „in einem guten Zustand“.

Von dpa/RND