Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wissen Tipps gegen Schadstoffgerüche in neuen Möbeln
Nachrichten Wissen Tipps gegen Schadstoffgerüche in neuen Möbeln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 17.01.2019
Viele neue Möbel dunsten Schadstoffe aus. Quelle: dpa-tmn
Hannover

Neue Möbel riechen erst mal streng. Das ist völlig normal. Denn auch natürliche Werkstoffe wie Holz und Leder geben einen erst mal ungewohnten Geruch ab. Aber auch Leim, Kleber, Lacke und andere Beschichtungen dünsten zunächst aus. „Das kennt man ja auch von den Polstern etwa im Auto. Aber man sollte natürlich keine Atembeschwerden oder tränende Augen haben“, erläutert Daniel Tigges, Geschäftsführer des eco-Instituts, einem Labor für Innenraumanalytik. Das eco-Institut hat auf der Möbelmesse IMM Cologne in Köln (bis 20. Januar) einen Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Institut für Möbeltechnik (DIM) unterzeichnet. Beide wollen Hersteller von Möbeln, Matratzen und sonstigen Einrichtungen umfassender bei der Kontrolle ihrer Produkte unterstützen - und zwar bevor diese an die Kunden gehen.

Schadstoffgeruch in Möbeln: Das können Verbraucher dagegen tun

Gegen den Klebstoffgeruch gibt es einige Maßnahmen, die Verbraucher ergreifen können. Ein Ratschlag der Experten: „Erst mal lüften“, sagt Tigges vom eco-Institut. Die Stoffe entweichen dann mit der Luft ins Freie. Nach und nach lässt auch der neue Geruch nach.

Gesundheitliche Probleme durch Schadstoffe in Kleber und Lack

Treffen körperliche Beschwerden ein, empfiehlt Tigges zu einem Emissionstest durch einen Sachverständigen. Bei selbst gekauften Testgeräten sei das Problem, dass der Laie die Werte nicht einschätzen könne. Zumal es in einem Wohnraum immer eine gewissen Stoffbelastung gebe - meistens aber keine gesundheitsrelevante. „Es gibt nicht mehr den Schadstoff der Woche“, erläutert Frank Kuebart, Gründer des eco-Instituts. In langen Listen von verschiedenen Institutionen wie dem Umweltbundesamt und der EU gibt es Regelungen für Hunderte von Stoffen und deren maximale Konzentration im Wohnraum.

Schadstoff-Schutz: Auf umweltfreundliche Label achten

Der Herkunftsnachweis „Made in Germany“ und Label wie der Blaue Engel oder das Goldene M seien ein Schutz, erläutert Prof. Thorsten Ober, Leiter des DIM-Instituts. Es macht Prüfungen für Firmen, die diese Labels tragen. Entsprechende Produkte hielten nicht nur die Maximalwerte an Schadstoffemission ein, sondern gingen weit über die Anforderungen hinaus. Auch die mechanische Sicherheit sei hier geprüft.

Qualitätssiegel für geprüfte Möbel

Verschiedene Gütezeichen bieten dem Verbraucher Orientierung: Das goldene M, Blauer Engel oder RAL. Mit Qualitätssiegeln werden Produkte ausgezeichnet, die strenge Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Kriterien erfüllen. Bei der Prüfung ist die Einhaltung der Richtwerte für Schadstoffe, sowie die Stabilität und Haltbarkeit der Waren entscheidend. Die Gütesiegel heben die Qualität der Produkte hervor und dienen als Entscheidungshilfe für Verbraucher.

Hersteller, die zum Beispiel das Goldene M tragen, seien außerdem verpflichtet, die Produkte regelmäßig erneut prüfen zu lassen. Denn auch sie müssten sich absichern, dass nicht etwa ein Zulieferer unerlaubte Stoffe oder zu viel davon verwendet, erläutert Prof. Ober. Dafür werden etwa einzelne Stoffproben untersucht, aber auch schon mal ganze Kinderzimmer-Einrichtungen in eine Prüfkammer gesteckt.

Von RND/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie überstehen Pflanzen einen heißen Sommer? Warum finden wir Teiche und Springbrunnen im Garten so angenehm? Und wie können wir helfen, Insekten zu schützen? Mit diesen Trends liegen sie 2019 als Gärtner richtig.

17.01.2019

Forsythien sind ein Vorbote des Frühlings: Sobald die Sträucher gelb blühen, wird es Zeit für Gartenarbeit. So schneide, pflege und kombiniere ich Forsythien richtig.

17.01.2019

Experten rechnen mit dem baldigen Beginn der nächsten Grippewelle in Deutschland. In der vergangenen Woche sind allein über 1200 Grippefälle gemeldet worden. Doch dürften längst nicht alle sein.

17.01.2019