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Neumünster Gemeinsam in die Nacht hinein
Region Neumünster Gemeinsam in die Nacht hinein
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16:14 26.05.2019
Von Susanne Wittorf
Foto: Fahrradkolonne in der Christianstraße. Frohen Mutes radeln die Teilnehmer der Bike-Night kurz nach dem Start Richtung Tungendorf.
Fahrradkolonne in der Christianstraße. Frohen Mutes radeln die Teilnehmer der Bike-Night kurz nach dem Start Richtung Tungendorf. Quelle: Susanne Wittorf
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Neumünster

„Die Idee zur Bike-Night entstand während des Stadtradelns“, sagte Kurt Feldmann-Jäger. Als Vorsitzender des ADFC Neumünster engagiert sich der Gartenstädter nicht nur für Radverkehrskonzepte oder Fahrradstellplätze, beim jährlichen Stadtradeln bieten er und seine Clubmitglieder regelmäßig unterschiedliche Touren an. Eine Bike-Night war bisher noch nicht dabei. Verkehrsplaner Michael Köwer, beim Stadtradeln verantwortlich für die Organisation, nahm den Vorschlag begeistert auf. „Die Bike-Night ist ein toller Abschluss für eine Aktion, bei der die Menschen gemeinsam für ein gutes Klima in die Pedale treten. 700 bis 800 Bürger haben sich in diesem Jahr am Stadtradeln beteiligt, das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr“, schätzte Köwer. Genaue Zahlen konnte er am Freitagabend noch nicht nennen, schließlich fuhr Michael Köwer bei der Abschlussveranstaltung als Privatperson mit.

Lastenrad mit elektrischer Tretunterstützung

Genau wie Alexandra Strauß. Die Gadelanderin war mit ihrem neuen Lastenrad erschienen. „Wir haben das Gefährt erst seit drei Wochen und haben bereits 240 Kilometer damit zurückgelegt“, erzählte sie. Für sie und ihre kleine Familie sei der „Urban Arrow family“ ideal. „Das Lastenrad ist mit einer elektrischen Tretunterstützung ausgestattet, trotz seiner Länge äußerst wendig, und es kann inklusive Fahrer mit bis zu 275 Kilogramm beladen werden“, schwärmte Alexandra Strauß.

Nachdem Kurt Feldmann-Jäger kurz die rund 16 Kilometer lange Route beschrieb, die zunächst Richtung Tungendorf und durch die Gartenstadt, dann über die Böcklersiedlung nach Faldera und schließlich zurück in die Innenstadt führte, startete der ungewöhnliche Tross. Angeführt vom 1. Vorsitzenden des ADFC setzte sich die Kolonne in Bewegung.

Von den meisten Autofahrern wohlwollend zur Kenntnis genommen, fuhren die Radler in gemächlichem Tempo Richtung Norden. Passanten bewunderten die zum Teil mit Luftballons und Lichterketten geschmückten Fahrräder. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte Christian Meißner mit seinem „massivst modifizierten“ Cruiser Marke Eigenbau. Der Fahrradenthusiast hat sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Fahrradmechaniker in Kiel. Wie alle Teilnehmer am Stadtradeln kann er seine Fahrradkilometer in den Radelkalender eintragen. „Es gibt eine siebentägige Nachtragefrist“, sagte Michael Köwer. Zurückgelegte Fahrradkilometer können noch bis 31. Mai eingetragen werden.

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