Bad am Stadtwald in Neumünster will Fitnessstudio anbauen
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Neumünster Schwimmbad will Fitnessstudio anbauen
Region Neumünster Schwimmbad will Fitnessstudio anbauen
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14:47 03.01.2020
Von Laura Treffenfeld
Bad-Leiter Tom Keidel auf der Terrasse neben dem Schwimmbad, an deren Stelle ein Fitnessstudio gebaut werden soll.
Bad-Leiter Tom Keidel auf der Terrasse neben dem Schwimmbad, an deren Stelle ein Fitnessstudio gebaut werden soll. Quelle: Laura Treffenfeld
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Neumünster

Die Verträge mit dem Fitnessstudio-Betreiber seien bereits unterschrieben worden, sagt Schwimmbad-Chef Tom Keidel. Er habe schon länger mit der Idee geliebäugelt, Fitness, Sauna und Schwimmen zu kombinieren. "Wir wollen das Studio in die Räume der ehemaligen Physio-Praxis bauen sowie die angrenzende Terrasse überdachen und als zusätzliche Fläche nutzen", stellt Keidel in Aussicht. Insgesamt werde dabei eine Fitness-Fläche von 430 Quadratmetern entstehen. Die Umkleiden können vom Schwimmbad genutzt werden.

Für das Fitnessstudio werde per Ausschreibung ein Architektenbüro gesucht

Ein konkreter Baustart ist bisher noch nicht abzusehen, da der Bauantrag erst eingereicht werden muss. Keidel hofft aber auf einen möglichen Start Ende 2020. "Erst wollen wir die Details in unserem Plan rund machen, dann die Genehmigung einholen und erst anschließend per Ausschreibung einen Architekten suchen und Angebote einholen", erklärt Keidel. Der Architekt werde dabei nur die Hülle bauen, den Innenausbau will die Workout GmbH übernehmen - das nenne sich dann veredelter Rohbau. Nach ersten Schätzungen könnte das Projekt zwischen 400.000 und 500.000 Euro kosten.

Der Sprungturm im Schwimmbad muss ersetzt werden

Aber nicht nur am, sondern auch im Schwimmbad soll sich einiges tun. "Wir müssen unseren Sprungturm ersetzen, der stammt noch aus den 70er-Jahren und ist langsam zu alt", berichtet Keidel. Die Bausubstanz sei mit dem Chlor in Wasser und Luft über die Zeit hinweg starken Belastungen ausgesetzt. Der Austausch gegen einen neuen Sprungturm ist für die Sommerferien geplant. Dann schließt das Bad für sechs Wochen über die Sommerferien. Während dieser Zeit werde auch die Technik, darunter Pumpen und Lüftungsanlagen, instand gesetzt. "Das sind natürlich oft auch Arbeiten, die die Gäste nicht direkt sehen können, die aber immer wieder gemacht werden müssen", konstatiert der Schwimmbad-Chef.

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Auch das kulinarische Angebot des Schwimmbads soll in nächster Zukunft erneuert werden. Der aktuelle Pächter hat den Vertrag im letzten Jahr nicht verlängert. Daher sieht nun die Chance, die Gastronomie zu verändern: "Wir haben da noch keinen konkreten Partner, es gibt aber mehrere Interessenten. Ich denke auch an eine Umsatzbeteiligung, sprich, die Gastronomie an den Markt zu bringen." Keidel schwebt dabei inhaltlich unter anderem eine gute Eisbude vor mit richtigen Kugeln und auch Süßkartoffelpommes dürften 2020 eigentlich nicht mehr fehlen.

2019 waren weniger Besucher im Schwimmbad als im Vorjahr

Das Schwimmbad blickt also nach vorn. Vielleicht auch, weil die Besucherzahlen 2019 leicht zurückgegangen sind. "Wir hatten 2019 über 400.000 Besucher, 2018 allerdings über 470.000." Dies lege möglicherweise an dem super Sonnenwetter im Jahr 2018 und der Konkurrenz 2019 durch das Hörnbad in Kiel. Als positiv verzeichnet Keidel das unter Plan gebliebene Defizit des Schwimmbads im letzten Jahr von rund 3,5 Millionen Euro, das seit zehn Jahren in etwa auf gleichen Niveau liege.

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