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Neumünster Bürgschaft kostet 140.000 Euro pro Jahr
Region Neumünster Bürgschaft kostet 140.000 Euro pro Jahr
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06:00 20.06.2019
Von Thorsten Geil
Foto: So sah es früher (hier 2001) auf der Deponie aus. Der Hausmüll aus den Tonnen wurde einfach unbehandelt abgekippt, verteilt und plattgedrückt.
So sah es früher (hier 2001) auf der Deponie aus. Der Hausmüll aus den Tonnen wurde einfach unbehandelt abgekippt, verteilt und plattgedrückt. Quelle: Archiv
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Neumünster

Eigentlich hätten die SWN dafür Rückstellungen bilden sollen, aber das ist aus unbekannten Gründen unterblieben. Das LLUR fordert jedoch kurzfristig einen Nachweis der Zahlungsfähigkeit, den der finanziell angeschlagene SWN-Konzern aber derzeit nicht liefern kann.

Die Stadt lässt sich das Risiko bezahlen

Im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung am Dienstag wurde beschlossen, dass die Stadt einspringt. Wie auch bei Banken üblich, lässt die Stadt sich das 15-Millionen-Risiko bezahlen: Sie kassiert von den SWN jedes Jahr rund 140.000 Euro Provision.

SWN-Sprecher Niklas Grewe bezeichnete die Entscheidung der Ratsversammlung als „starkes Zeichen der Stadt für die Stadtwerke. Wir freuen uns über die Bürgschaft“.

Seit 2014 ist die Deponie geschlossen

Die alte Deponie liegt auf Neumünsteraner und auf Padenstedter Gebiet. Die Padenstedter kämpften in den 1980er-Jahren lange gegen den riesigen Müllberg vor ihrer Haustür, konnten aber nur eine Begrenzung der Laufzeit bis 2014 aushandeln. Ab 1991 wurde der Hausmüll der Neumünsteraner und der Nachbargemeinden auf die Deponie gefahren, damals noch völlig unbehandelt. Zuletzt wurde nur noch hauptsächlich Schlacke aus der Müllverbrennung TEV abgelagert.

Die Stadt hat auch beschlossen, das Eigenkapital der SWN um sechs Millionen Euro aufzustocken.

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Thorsten Geil 19.06.2019
Susanne Wittorf 19.06.2019
Thorsten Geil 19.06.2019