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Neumünster Fahrer wendete in der Rettungsgasse
Region Neumünster Fahrer wendete in der Rettungsgasse
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11:32 25.04.2019
Foto: Auf der A7 staut es sich momentan an mehreren Stellen. Dies führte am Mittwoch zu Unfällen, wie hier auf der A7 bei Bordesholm.
Auf der A7 staut es sich momentan an mehreren Stellen. Dies führte am Mittwoch zu Unfällen, wie hier zwischen Bordesholm und Neumünster. Quelle: Daniel Friederichs
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Neumünster

Ein Sprinter war nach Polizeiangaben an einem Stauende auf einen Lastwagen aufgefahren.

Der Fahrer (44) wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von den Rettungskräften mit schwerem Gerät befreit werden. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Kieler Uniklinik gebracht.

Weiteres Auto brannte aus

Später brannte im Rückstau, etwa drei Kilometer vor der Zusammenführung der A215 mit der A7, ein Volvo auf dem linken Fahrstreifen aus. Die Feuerwehr löschte den Brand. Für die Dauer der Löscharbeiten (rund 20 Minuten) war die A215 in Richtung A7 voll gesperrt.

Die Fahrbahn ist durch die Hitzeeinwirkung beschädigt, weshalb die Geschwindigkeit per Verkehrszeichen auf 60 Stundenkilometer reduziert wurde. Der linke Fahrstreifen ist noch immer gesperrt. Die Autobahnmeisterei kümmert sich um die Schadensbeseitigung.

Autos wendeten auf der A7 im Stau

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sollen "ungeduldige Fahrer" auf der A7 im Stau gewendet haben oder die Rettungsgasse als Fahrspur genutzt haben. Beamte des Polizei-Bezirksreviers Rendsburg fuhren an das Stauende Höhe Autohof Dätgen heran und überwachten den Verkehr vom Standstreifen aus.

Der Fahrer eines Renaults sei gestoppt worden. "Nicht nur, dass der Autofahrer nun doch warten musste", sagte ein Polizeisprecher. Ihn erwarteten nun auch ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot für die Dauer eines Monats. "Die Polizei warnt dringend davor, die Rettungsgasse zu missbrauchen. Sie ist Rettungs- und Einsatzfahrzeugen vorbehalten."

Zunächst bilden die Fahrer keine Rettungsgasse

Problematisch war die Lage schon im Vorfeld: Die Anfahrt zur Unfallstelle gestaltete sich für die Einsatzkräfte schwierig, wie der Wehrführer Christensen berichtete, da Anfangs keine und später auf den letzten einhundert Metern doch eine Art eine Rettungsgasse gebildet wurde.

Inzwischen wurde der linke Fahrstreifen wieder freigegeben. Der Verkehr Richtung Süden fließt langsam an der Unfallstelle vorbei.

Autofahrer müssen weiter mit Behinderungen rechnen

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen an die Unfallstelle entsandt. Er soll die genaue Unfallursache ermitteln. Die A7 wird noch für längere Zeit teilgesperrt bleiben, bis der Unfallsachverständige die Unfallstelle aufgenommen hat und die Fahrzeuge abgeschleppt werden können.

Neben der Feuerwehr Bordesholm waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt (Rettungshubschrauber Christoph 42) und mehrere Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz.

Erst am Mittwochmittag war die A7 bei Quickborn nach einem Unfall mit vier Verletzten stundenlang gesperrt worden. 

Von KN-online

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