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Neumünster Impfengel für Helfer in Neumünster
Region Neumünster

Impfengel: Ein Dank für Helfer im Impfzentrum Holsten-Galerie Neumünster

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12:56 30.12.2021
Von Philipp Scheithauer
Als Dank für die Arbeit in den Impfzentren: Marina Keyser (rechts) übergibt 38 gestickte Impfengel an Helferinnen und Helfer in der Holsten-Galerie Neumünster.
Als Dank für die Arbeit in den Impfzentren: Marina Keyser (rechts) übergibt 38 gestickte Impfengel an Helferinnen und Helfer in der Holsten-Galerie Neumünster. Quelle: Marina Keyser
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Neumünster

Ihre gestickten Engel sollen eine kleine Freude bereiten. Marina Keyser dankt denjenigen, die täglich dabei helfen, dass Millionen Menschen in Deutschland geimpft werden. Am Mittwoch übergab die Frau aus Stolpe daher symbolisch 38 geflügelte Himmelswesen an das Deutsche Rote Kreuz und die Bundeswehr im Impfzentrum in der Holsten-Galerie.

Beim Boostern wurde Keyser nach mehr Impfengeln gefragt

Schon bei ihrer ersten und zweiten Impfung in den Holstenhallen hatte sie die Engel aus Kunstleder verschenkt. Beim Boostern kurz vor Weihnachten kam die 61-Jährige zufällig mit einer Mitarbeiterin im Impfzentrum ins Gespräch. Diese erzählte ihr von den gestickten Aufmerksamkeiten, woraufhin Keyser von ihrer Handwerkskunst berichtete. Nun traf man sich wieder – mit neuen Engeln im Gepäck.

Ihre Motivation? „Jeder übersteht Corona halt auf seine Art“, so die Außendienstlerin. Privat fertigt sie schon lange Handwerkskunst an, hat ein Kleingewerbe angemeldet. Keyser bezeichnet sich selbst als einen extrovertierten und fröhlichen Menschen. Trotz Pandemie soll eine positive Sichtweise nicht verloren gehen, auch wenn sich das Leben stark verändert hat. Oft habe sie vor Corona ihre Mittagspause in der Holsten-Galerie verbracht, nun sei dies im Homeoffice anders geworden.

Symbol der Wertschätzung für die Helfer in den Impfzentren

Die Impfengel sollen ein Symbol der Wertschätzung sein und den vielen Helferinnen und Helfern im Einsatz ein Lächeln auf die Lippen zaubern – auch wenn es unter der Mund-Nasen-Bedeckung versteckt bleiben muss. Die Dankbarkeit für den Einsatz als auch für die Geste werden dabei dennoch transportiert, sagt Keyser. „Ich habe das Gefühl, dass ich als Fremde komme und als ’Freundin’ gehe“, führt sie aus.

In kleinteiliger Handarbeit werden die Impfengel zuhause gefertigt. Quelle: Marina Keyser

Nach einem Aufruf bei Facebook wurden die Impfengel bekannt

Initiiert wurde die Aktion von Maureen Ferber in Nordrhein-Westfalen. Sie designte die Impfengel und stellte die Vorlage kostenlos in den sozialen Medien auch anderen Stickenden zur Verfügung. Einzige Bedingung: Die Engel gibt es nicht zu kaufen, sondern werden nur verschenkt. Nach ihrem Aufruf bei Facebook kamen immer mehr Anhänger dazu. Mittlerweile sind die Kunstengel tausendfach deutschlandweit und darüber hinaus angefertigt und verteilt. „Jeder ändert das Motiv ein wenig ab – ganz nach persönlichem Geschmack“, so Keyser.

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Zur Impfung selbst hat Marina Keyser eine klare Meinung. „Ich erfreue mich der Gesundheit, dazu ist es ein kostenloses Angebot. Das Risiko einer Impfung ist für mich niedriger als die Gefahr, zu erkranken.“ Auch wenn jeder über seinen Körper selbst bestimmen soll – Keyser könne mit ihrer Impfung so zum Wohl der Gesellschaft beitragen. Und dabei werden die Helferinnen und Helfer in den Impfzentren mit ihrem aufopfernden Einsatz dringend benötigt. „Ohne sie geht es nicht“, betont Keyser. Grund genug für sie, einmal Danke zu sagen.

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