Neumünster: Corona-Inzidenz liegt wieder deutlich unter 35
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Neumünster: Corona-Inzidenz liegt wieder deutlich unter 35

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17:40 16.02.2021
Von Thorsten Geil
Eine Frau hält einen Corona-Test in den Händen.
Eine Frau hält einen Corona-Test in den Händen. Quelle: Matthias Balk/Archiv
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Neumünster

Schon Mitte September 2020 wunderte man sich im ganzen Land und besonders im Kieler Sozialministerium über Neumünster: Hier lag die Inzidenz landesweit am höchsten und mehrere Tage lang bei mehr als 27, am 20. September sogar bei 30,9.

Olaf Tauras mahnte seine Bürger und drohte mit einem örtlichen Lockdown, doch wenig später war es soweit: Er erließ eine Allgemeinverfügung und ordnete ab sofort eine Maskenpflicht in der Innenstadt und rund um das Designer-Outet-Center (DOC) an. Zusätzlich zur Maskenpflicht erließ der OB eine Sperrstunde ab 23 Uhr und reduzierte die Zahl von Besuchern bei Veranstaltungen.

Im Prinzip lag die Inzidenz von Neumünster seit diesem „Schwarzen Donnerstag“ (15. Oktober) über dem Grenzwert, zum Teil sogar erheblich. Nur an den drei Tagen nach Weihnachten und an wenigen Tagen im Oktober lag sie unter 35. Am 1. November wurde erstmals die 50er-Marke gerissen und Neumünster damit zum Risikogebiet.

Weihnachtspause in Neumünster war trügerisch

Drei Wochen lag die Inzidenz über 50 und zum Teil über 60, dann wurde es etwas ruhiger. Am 9. Dezember schnellte die Zahl auf über 80 hoch, blieb zwei Wochen recht hoch, um dann in die „Weihnachtspause“ zu gehen. Weil über die Feiertage wenig getestet wurde, sanken die Zahlen auf unter 40. Aber wie es alle Fachleute vorhergesagt hatten, nahm das Virus nur neuen Anlauf. Weihnachten und Silvester nahmen es viele Menschen mit den Corona-Regeln nicht so genau, und die Rechnung folgte auf dem Fuße.

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Vom 15. bis 24. Januar war die Zahl dreistellig mit dem Rekordtag 21. Januar (139,5). Seitdem sinkt die Inzidenz wieder, am 8. Februar fiel sie unter 50, am 13. Februar unter 40 und gestern sogar auf 30,9. Neumünster liegt damit auch weiterhin unter dem Landesdurchschnitt von etwa 57; das ist schon eine ganze Weile so.

Im Sommer gab es zwei Monate keine neuen Infektionen

Geradezu paradiesisch waren die Zeiten im Sommer 2020: Am 12. Mai wurde die 79. Infektion festgestellt – und die 80. dann erst zwei Monate später: Am 17. Juli brachte ein Reisender das Virus aus der Türkei zurück in die Stadt. Den 100. Infizierten gab es am 23. August, den 1000. am 2. Februar.

29 mutierte Viren in Neumünster

Das erste mutierte Virus in Neumünster wurde am 1. Februar bestätigt. Mittlerweile sind es nach Auskunft von Stadtsprecher Stephan Beitz bereits 29 Fälle, allesamt von der britischen Variante.

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Seit Dienstag gelten fünf weitere Menschen in Neumünster als genesen. Von den insgesamt 1065 bestätigten Fällen seit dem 16. März 2020 haben 998 die Infektion schon offiziell überstanden. Am Dienstag wurden außerdem drei Patienten aus dem Krankenhaus entlassen; dort liegen jetzt noch vier Personen. 46 Personen werden in der Statistik des Gesundheitsamtes als akut infiziert geführt; deren Zahl hat sich in den vergangenen zehn Tagen glatt halbiert. Der Höchstwert in dieser Pandemie (149 Infizierte) war am 21. Januar erreicht.

38 Menschen wurden am Dienstag aus der Quarantäne entlassen. Deren Zahl liegt zum ersten Mal seit 4. Januar unter 200, nämlich bei 199.

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