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Neumünster Feine Schur und süße Lämmer
Region Neumünster Feine Schur und süße Lämmer
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18:51 30.03.2018
Foto: Schäfer Jochen Seligmann hält ein Lamm im Arm, Uwe Möller (Mitte) schert ein Muttertier.
"Du bist erst im nächsten Jahr dran." Schäfer Jochen Seligmann hält ein Lamm im Arm, Uwe Möller (Mitte) schert ein Muttertier. Quelle: Susanne Wittorf
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Wasbek

„Tut das den Schafen nicht weh?“ Ein wenig skeptisch ist Sophia schon, als Uwe Möller ein Schaf aus der eng zusammengepferchten Herde packt, es gekonnt zwischen seinen Beinen fixiert und dann zügig mit der Schermaschine über den Körper fährt. Wo eben noch dichtes Fell vor winterlichen Temperaturen schützte, lassen jetzt millimeterkurze Borsten einen Blick aus die weiße Schafhaut zu. „Keine Bange beruhigt Schäfer Jochen Seligmann die Fünfjährige, „Herr Möller ist ein erfahrener Schafscherer. Die Tiere merken es sofort, wenn sich jemand auskennt. Sie haben dann keine Angst mehr. Und weh tut es den Schafen schon gar nicht, wenn sie geschoren werden“, wendet sich der Schäfer an die acht aufmerksamen Schlaufüchse.

Die Kinder- und Jugendgruppe der Kreisjägerschaft Neumünster besuchte den Hof von Schäfer Seligmann in Wasbek, um live mitzuerleben, wie Schafe pünktlich zu Ostern frühlingsfein herausgeputzt werden. „Wenn die Schafe abgelammt haben, das heißt, wenn die Lämmer geboren sind, bestelle ich den Scherer“, erklärt Jochen Seligmann den Kindern. 150 Tage trägt ein Schaf durchschnittlich, von Anfang Februar bis Ende März kommen die Lämmer auf die Welt. Rund 90 kleine Schafe tummeln sich momentan beim Wasbeker Schäfer im Stall.

Die Neugeborenen werden erst im nächsten Jahr geschoren. Bis dahin darf ihre Fell wachsen. Zweieinhalb bis drei Kilo Wolle schert Uwe Möller jedem Suffolk Schaf – so der Name der alten englischen Rasse – einmal im Jahr vom Leib. Die Schlaufüchse finden das „beachtlich“ und sind fasziniert von der Farbe.

„Schön, dass Herr Seligmann unserem Besuch sofort zugestimmt hat“, freut sich Marlies Börnecke. Von der Jugendobfrau der Schlaufüchse kam die Idee, bei einer Schafschur dabei zu sein. „Im Rahmen unserer Projektarbeit ‚Lernort Natur‘ planen wir übers Jahr verschiedene Aktionen rund um Wald, Wild und Natur“, sagt die Heidmühlerin. „Im Februar waren wir auf einem Bauernhof und haben erkundet, wo die Milch herkommt, im Mai gehen wir mit einem Förster durch den Segeberger Forst, im September fahren wir zur Hirschbrunft nach Eekholt und im Oktober besuchen wir die Falknerei auf Gut Bossee“, zählt Marlies Börnecke auf.

Die Schlaufüchse der Kreisjägerschaft Neumünster erlebten in der Schäferei Seligmann in Wasbek eine Schafschur.

Von Susanne Wittorf

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