Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Plön So will der Kirchenkreis Plön-Segeberg Personalkosten sparen
Region Plön

Digitalisierung: Kirchenkreis Plön-Segeberg will Personalkosten sparen 

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 15.12.2021
Von Silke Rönnau
Düstere Aussichten für die Finanzen: Die Kirchensteuerzuweisung im Kirchenkreis Plön-Segeberg sinkt, deshalb wird nach Einsparpotenzialen gesucht.
Düstere Aussichten für die Finanzen: Die Kirchensteuerzuweisung im Kirchenkreis Plön-Segeberg sinkt, deshalb wird nach Einsparpotenzialen gesucht. Quelle: dpa
Anzeige
Kreis Plön

Den Gürtel deutlich enger schnallen muss der Kirchenkreis Plön-Segeberg. Denn die Kirchensteuerzuweisungen sinken deutlich. Deshalb soll im kommenden Jahr in die Digitalisierung investiert werden. Davon erhofft man sich eine Arbeitserleichterung und mittelfristig auch Einsparungen bei den Personalkosten.

Das in der jüngsten Sitzung der Synode genehmigte Haushaltsvolumen für das kommende Jahr umfasst in Erträgen und Aufwendungen rund 30,7 Millionen Euro. „Die Einnahmen ergeben sich zum allergrößten Teil aus Kirchensteuerzuweisungen der Nordkirche“, erläutert Verwaltungsleiterin Esther Ahrent.

Kirchensteuerzuweisung ist stark gesunken

Die Kirchensteuerzuweisungen für den Kirchenkreis inklusive der Kirchengemeinden seien von 2019 auf 2020 um 9,6 Prozent gesunken. „Für das Jahr 2021 gehen wir auf Basis der aktuellen Zahlen von einer nochmaligen Reduzierung um weitere 2,9 Prozent im Vergleich zu 2020 aus“, erklärt sie.

Wie werden die Einnahmeausfälle aufgefangen? Der Kirchenkreis plane für 2022 trotz voraussichtlich zu erwartender Lohnsteigerungen aus den Tarifverhandlungen mit einer Reduzierung der Gesamtpersonalkosten von 0,6 Prozent innerhalb der Kirchenkreisverwaltung, so Ester Ahrent. Daneben sei für alle Sachkosten eine Reduzierung von mindestens zehn Prozent geplant.

Investition in die Digitalisierung

Ausgenommen davon seien die IT-Kosten aufgrund notwendiger Investitionen in die Digitalisierung. „Die Digitalisierung und damit einhergehend die Automatisierung von Prozessen bildet die Grundvoraussetzung für schlankes, effizientes und auch qualitativ verbessertes Verwaltungshandeln.“ Und das derzeitige historisch niedrige Zinsniveau erlaube die Finanzierung beziehungsweise Anschlussfinanzierung zu teilweise erheblich geringeren Kosten.

Der Newsletter der Ostholsteiner Zeitung

Alles Wichtige aus dem Kreis Plön. Jeden Montag gegen 17 Uhr im E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Größter Ausgabeposten ist der in der Synode umstrittene CO2-neutrale Neubau der Verwaltung in Bad Segeberg. Für das Neun-Millionen-Euro-Projekt erfolgte am Buß- und Bettag die Grundsteinlegung. „Weitere Investitionen sind ausschließlich im Bereich IT geplant; in allen anderen Bereichen wird gespart“, meint Esther Ahrent.

Weniger personelle Ressourcen

Bei einem Blick in die Zukunft erklärt sie, dass trotz einer stetig zunehmenden Aufgabendichte für Verwaltungstätigkeiten zukünftig weniger personelle Ressourcen zur Verfügung stünden. „Das muss nicht nur kompensiert werden, sondern mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zu Arbeitserleichterungen und mittelfristig auch zu personellen Einsparungen führen“, betont die Verwaltungsleiterin. „Mit dem grundlegenden Beschluss der Kirchenkreissynode zur Digitalisierung werden wir nun konsequent den digitalen Transformationsprozess vorantreiben, da wir davon ausgehen, dass in diesem Bereich die größten Einsparungspotenziale zu realisieren sind.“

Silke Rönnau 15.12.2021
Silke Rönnau 15.12.2021
Anja Rüstmann 15.12.2021