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Plön Rosiger Blickfang auch im Herbst
Region Plön Rosiger Blickfang auch im Herbst
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06:00 08.10.2018
Von Silke Rönnau
Foto: Horst Peters (rechts) stellt einige der über 700 Rosensorten vor, die in seinem Garten wachsen, darunter auch die kanadische Rosa nitida (Glanzrose).
Horst Peters (rechts) stellt einige der über 700 Rosensorten vor, die in seinem Garten wachsen, darunter auch die kanadische Rosa nitida (Glanzrose). Quelle: Silke Rönnau
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Stoltenberg

2016 haben sie das Haus gekauft und umgebaut, im Frühjahr 2017 sind sie eingezogen und haben angefangen, den Garten mit Sorten aus 2000 Jahren Rosenkultur anzulegen. 2019 kommen noch zwei Hektar dazu, auf denen zurzeit Futtergras wächst, erläutern sie bei einer Führung.

Im Randbereich sollen heimische Pflanzen einen Lebensraum finden. Außerdem haben sie extra eine Saat bestellt mit 80 regionalen Wildkräutern und -gräsern, die so niedrig sind, dass sie den Rosen Platz zum Wachsen lassen. „Wir wollen die Rose zurückholen in die Ökologie“, erklärt Peters. „Und einen Beitrag leisten gegen das Insektensterben“, fügt Klein hinzu.

Kanadische Glanzrose ist frostfest bis minus 25 Grad

Beim Rundgang stellt Peters einige Beispiele vor – wie zum Beispiel die ungewöhnliche Viridiflora mit den grünen Blüten, eine chinesische Pflanze, die schon ganz früh blüht, oder die frostfeste Glanzrose aus Kanada, die Temperaturen bis zu minus 25 Grad übersteht. Auch ungewöhnliche Früchte präsentiert er wie die birnenförmigen der Shenandoah oder die borstigen, die aussehen wie eine Kastanie.

„Wir düngen nicht, wir spritzen nicht“, betont er. Blattläuse könne man mit der Hand abwischen. Manche Wildsorten müssten nicht einmal geschnitten werden. So habe man Spaß an der Rose, ohne dass man einen großen Pflegeaufwand betreiben müsse.

Gegen die Kultur der "Containerrosen"

Rosen sollte man möglichst wurzelnackt im Herbst einpflanzen. „Wir wollen mit der Kultur der Containerrosen brechen“, sagt er und verweist auf die Millionen Plastiktöpfe, die im Müll landen. „Die Rosen gehören ins Land und nicht in den Topf“, kritisiert er.

Sein Tipp: Man sollte im Frühjahr, Sommer und Herbst zu den Rosengärten fahren und sich die Pflanzen anschauen, wann sie blühen und wie die Blätter und Früchte aussehen. „Geduld ist die erste Tugend des Gärtners“, meint er schmunzelnd.

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Über 700 Sorten wachsen im Rosengarten in Stoltenberg.
Silke Rönnau 07.10.2018
07.10.2018
Nadine Schättler 07.10.2018